An der Kepler-Sekundarschule haben über 80 Prozent der Schüler einen Migrationshintergrund. In der achten Klasse, die Senftleben für acht Wochen jeweils vier Stunden unterrichten wird, sind es sogar alle der 12- bis 14-jährigen Schüler. Zur Vorbereitung besuchte sie die als schwierig geltenden Kepler-Sekundarschule. "Ich war schon da, habe die Schüler kennengelernt", berichtete Senftleben. Die Politikerin bereitet sich gewissenhaft auf ihre neue Aufgabe vor: "Ich will doch alles richtig machen".
Der Direktor der Kepler-Sekundarschule, Wolfgang Lüdke, freut sich auf die außergewöhnliche Vertretungslehrerin: "Wann kommt schon mal ein Politiker in die Schule? Eine bessere Möglichkeit gibt es nicht, sich einen Einblick zu verschaffen." Der Lehrermarkt sei leergefegt, da habe er Senftlebens Angebot dankend angenommen, sagte Lüdke. Für den Schulleiter ist auch eine weitere Zusammenarbeit durchaus denkbar. "Wenn sie neue Leidenschaft für ihren alten Beruf entdeckt, ist alles möglich."
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