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  • FDP | FDP-Fraktion | Teil der Pflegereform

    Beitrag zur Verbesserung der Pflege

    Mehr Geld für Demenzkranke (19.01.2012) Die schwarz-gelbe Koalition hat sich auf höhere Leistungen für Demenzkranke und pflegende Angehörige verständigt. Gesundheitsminister Daniel Bahr hob hervor, dass bei der Pflegereform "gezielt diejenigen unterstützt" werden, "die bisher zu wenig Unterstützung, zu wenig Hilfe bekommen". Die FDP-Pflegeexpertin Christine Aschenberg-Dugnus lobte: "Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Pflege insgesamt und auch zum Zusammenhalt der Generationen."
Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) will die Leistungen der Pflegeversicherung für eine halbe Million Demenzkranke deutlich anheben. Danach sollen die Pflegesätze für die Betreuung der Betroffenen zu Hause zum Teil fast verdoppelt werden. Eine halbe Million Demenzkranke sollen durch die schwarz-gelbe Pflegereform ab Anfang 2013 davon profitieren. In den verschiedenen Pflegestufen plant die Koalition höhere Leistungen zwischen 70 und 215 Euro.

Mehr Unterstützung für pflegende Angehörige



Daniel Bahr
Daniel Bahr
"Das ist ein Fortschritt und eine deutliche Verbesserung für Demenzkranke und ihre Angehörigen", sagte Bahr am Mittwoch in Berlin. "Wir unterstützen insbesondere Pflegebedürftige und ihre Angehörigen, wenn sie zu Hause gepflegt werden." Wird eine Kurzzeitpflege in Anspruch genommen, soll das Pflegegeld zur Hälfte weitergezahlt werden. Bisher fällt es komplett weg. Damit wolle man ihnen die Entscheidung erleichetrn, die Pflege zu Hause zu übernehmen, sagte Bahr.

Mit der neuen Regelung soll erreicht werden, dass sich mehr Angehörige für eine Auszeit entscheiden können. Bei einer Kurzzeitpflege können zu Hause von Angehörigen betreute Pflegebedürftige pro Jahr bis zu vier Wochen in einer stationären Einrichtung versorgt werden. Angehörige sollen für diesen Zeitraum entlastet werden.

Reform der Pflegeversicherung stärkt Zusammenhalt der Generationen



Christine Aschenberg-Dugnus Die pflegepolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion Christine Aschenberg-Dugnus ist überzeugt, dass die christlich-liberale Koalition mit der geplanten Flexibilisierung des Leistungsrechts auch die Situation pflegender Angehöriger verbessern wird. "Dies ist insbesondere für Menschen im mittleren Erwachsenenalter wichtig. Denn durch den kontinuierlichen Anstieg des Erstgebärendenalters geraten viele Menschen in die schwierige Lage, zwei Generationen gleichzeitig versorgen zu müssen: die pflegebedürftigen Eltern und kleine Kinder", so die Liberale.

Viele Menschen würden ihren persönlichen Lebensentwurf dadurch vor eine schwierige Herausforderung gestellt sehen. "Um diesen emotionalen wie auch zeitlichen Spagat bewerkstelligen zu können, werden wir das Leistungsrecht dahingehend umgestalten, dass pflegende Angehörige und Pflegebedürftige ihrer persönlichen Situation entsprechend individuelle Leistungskomplexe oder Zeitkontingente wählen können", hob die Pflegeexpertin hervor. "Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Pflege insgesamt und auch zum Zusammenhalt der Generationen."

Neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff



Langfristiges Ziel von Gesundheitsminister Daniel Bahr ist es, einen komplett neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff einzuführen. Dieser muss aber noch von einem Beirat erarbeitet werden und kann nicht mehr in dieser Wahlperiode umgesetzt werden. Mit den höheren Leistungen soll im Übergang schon ab 2013 für Entlastung gesorgt werden. MEHR ZUM THEMA:

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