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    Bessere Hygiene für Krankenhäuser

    Bakterien (25.08.2010) (update)Bis zu 40.000 Menschen sterben jedes Jahr wegen mangelnder Hygiene in deutschen Krankenhäusern - zuletzt drei Babys an der Uniklinik Mainz. Gesundheits- minister Philipp Rösler (FDP) drückte den Angehörigen sein volles Mitgefühl aus und kündigte an, das Thema bei der nächsten Gesundheitsminister- konferenz zur Sprache zu bringen. "Wir haben auf dem Gebiet der Krankenhaus-Hygiene ein großes Problem, auf das der Gesetzgeber dringend reagieren muss", sagte FDP-Fraktionsvize Ulrike Flach.
Elf Säuglinge wurden vor wenigen Tagen an der Uniklinik Mainz mit Darmbakterien in ihrer Flüssignahrung infiziert, drei davon starben. Infektionen sind keine Seltenheit in deutschen Krankenhäusern. Die gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion, Ulrike Flach, machte in der "Osnabrücker Zeitung" darauf aufmerksam, dass sich pro Jahr bis zu 600.000 Menschen in deutschen Kliniken mit Krankheitserregern infizierten. "Bis zu 40.000 Patienten sterben jedes Jahr an diesen Infektionen", erklärte Flach.

Die FDP-Fraktion werde deshalb nach der Sommerpause die Initiative für eine bundesweite Regelung ergreifen, kündigte Flach an. Sie kritisierte, dass bis auf wenige Ausnahmen die eigentlich für diesen Bereich zuständigen Länder keine Hygiene-Verordnungen für Krankenhäuser erlassen hätten. Bundesgesundheitsminister Rösler favorisiert derzeit, die Maßnahmen und Kontrollen der Krankenhaushygiene auf Landesebene zu reformieren.

Die FDP spricht sich dafür aus, dass an jedem Krankenhaus in Deutschland Hygienebeauftragte die Verantwortung für diesen sensiblen Bereich übernehmen. Nach Abschluss verschiedener Gespräche mit Experten wird auf diesem Gebiet von der FDP-Fraktion eine gesetzgeberische Initiative ausgehen.

Melde- und Berichtspflicht für den Nachweis multiresistenter Erreger

Die FDP-Gesundheitspolitiker Lars Lindemann und Jens Ackermann halten es angesichts der "erheblichen Gefahren" von Infektionen für notwendig, "ein standardisiertes Erfassungs-, Informations- und Meldeverfahren zur frühzeitigen Erkennung von insbesondere multiresistenten Erregern zu entwickeln." Eine Bundeszentrale solle das Meldeverfahren überwachen.

In einer Melde- und Berichtspflicht für den Nachweis multiresistenter Erreger sehen die beiden Liberalen die Grundlage für eine erfolgreiche nationale Strategie der Prävention und Bekämpfung dieser gefährlichen Keime. "Nur durch eine einheitliche und zentral gebündelte Strategie kann die MRSA/MRE-Rate (methicillinresistenter Staphylococcus aureus) in Deutschland auf ein Niveau, vergleichbar mit demjenigen der Niederlande oder Dänemarks, gesenkt werden."

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