Die „Süddeutsche“ zitiert in ihrem Bericht einen Experten mit den Worten: „Im Moment beherrscht die GTZ das Ministerium. Dabei sollte das Ministerium die GTZ kontrollieren.“ Das will der Entwicklungshilfeminister nun ändern.
Ein Problem ist, dass die GTZ über ihre Tochtergesellschaft International Services auch für andere Arbeitgeber als für die deutsche Regierung arbeiten darf und davon erheblich profitiert. Dieser Umstand missfällt nicht-staatlichen Hilfsorganisationen und der Privatwirtschaft. Beide könnten Aufträge mit geringerem Verwaltungsaufwand und damit effizienter ausführen.
Als einen der Unterstützer führt die „Süddeutsche“ Uli Post an. Er ist der Vorsitzende des NRO-Dachverbandes Venro und hält den Zusammenschluss für sinnvoll. „Bisher hätten es die Geldempfänger in den armen Ländern mit viel zu vielen Ansprechpartnern zu tun, ständig müssten sie Delegationen empfangen. Das überfordere deren Kapazitäten“, schreibt die „Süddeutsche“.
Der Minister selbst kann bei seinen Reformplänen auch auf den Koalitionsvertrag verweisen. Dort wurde festgelegt, „die Entwicklungsorganisationen GTZ, DED und Inwent zusammenzuführen“, erklärte Niebel im „Hamburger Abendblatt“.
Auch der Deutsche Entwicklungsdienst (DED) hat die geplante Zusammenlegung mit der GTZ und InWent begrüßt. Diese Fusion sei "politisch absolut überfällig", sagte DED-Chef Jürgen Wilhelm dem "Kölner Stadtanzeiger". Der Plan sei indes nicht neu und werde lediglich von Niebel umgesetzt.
Während sich die deutsche Öffentlichkeit mit einem von Niebels wichtigsten Reformvorhaben beschäftigt, ist der Minister in Südostasien tätig. Dort stehe "wie nirgendwo sonst rasantes Wirtschaftswachstum und technologischer Fortschritt in schroffem Gegensatz zu Massenarmut und politischer Unsicherheit", so Niebel. Er wolle sich davon überzeugen, "wie unsere Unterstützung dazu beiträgt, mit wirtschaftlichem Fortschritt die Verbesserung der Lebenssituation auf breiter Basis nachhaltig zu verbinden". MEHR ZUM THEMA:
Ein Problem ist, dass die GTZ über ihre Tochtergesellschaft International Services auch für andere Arbeitgeber als für die deutsche Regierung arbeiten darf und davon erheblich profitiert. Dieser Umstand missfällt nicht-staatlichen Hilfsorganisationen und der Privatwirtschaft. Beide könnten Aufträge mit geringerem Verwaltungsaufwand und damit effizienter ausführen.
Als einen der Unterstützer führt die „Süddeutsche“ Uli Post an. Er ist der Vorsitzende des NRO-Dachverbandes Venro und hält den Zusammenschluss für sinnvoll. „Bisher hätten es die Geldempfänger in den armen Ländern mit viel zu vielen Ansprechpartnern zu tun, ständig müssten sie Delegationen empfangen. Das überfordere deren Kapazitäten“, schreibt die „Süddeutsche“.
Der Minister selbst kann bei seinen Reformplänen auch auf den Koalitionsvertrag verweisen. Dort wurde festgelegt, „die Entwicklungsorganisationen GTZ, DED und Inwent zusammenzuführen“, erklärte Niebel im „Hamburger Abendblatt“.
Auch der Deutsche Entwicklungsdienst (DED) hat die geplante Zusammenlegung mit der GTZ und InWent begrüßt. Diese Fusion sei "politisch absolut überfällig", sagte DED-Chef Jürgen Wilhelm dem "Kölner Stadtanzeiger". Der Plan sei indes nicht neu und werde lediglich von Niebel umgesetzt.
Während sich die deutsche Öffentlichkeit mit einem von Niebels wichtigsten Reformvorhaben beschäftigt, ist der Minister in Südostasien tätig. Dort stehe "wie nirgendwo sonst rasantes Wirtschaftswachstum und technologischer Fortschritt in schroffem Gegensatz zu Massenarmut und politischer Unsicherheit", so Niebel. Er wolle sich davon überzeugen, "wie unsere Unterstützung dazu beiträgt, mit wirtschaftlichem Fortschritt die Verbesserung der Lebenssituation auf breiter Basis nachhaltig zu verbinden". MEHR ZUM THEMA:
Dirk Niebel im ''Hamburger Abendblatt''
Fusion der Organisationen überfällig (Kölner Stadt-Anzeiger, 11.03.2010)
Radikale Einschnitte (taz, 11.03.2010)
Gute Entwicklungshilfe muss nicht teuer sein (Welt, 10.03.2010)
Niebel übernimmt die Kontrolle (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.03.2010)
Niebel plant effizientere Entwicklungshilfe (stern, 10.03.2010)
Niebel und der ''Höllenritt (Süddeutsche, 08.03.2010)



