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  • FDP | Weltwirtschaftsforum in Davos

    Davos: Geschlossen für die gemeinsame Währung kämpfen

    Euro  (26.01.2012) Deutschland und seine europäischen Partner sind fest entschlossen, für die gemeinsame Währung zu kämpfen, so die zentrale Botschaft, mit der Wirtschaftsminister Philipp Rösler zum Weltwirtschaftsforum in Davos gereist ist. "Davos muss Signal geben, die Wachstumskräfte in Europa zu mobilisieren", so Rösler. Außenminister Guido Westerwelle zieht eine entscheidende Lehre aus der Krise: „Wir brauchen mehr Europa, nicht weniger.“
In dem Schweizer Kurort Davos treffen sich internationale Wirtschaftsexperten, um aktuelle ökonomische Herausforderungen zu diskutieren. Die Überwindung der Schuldenkrise wird ein zentraler Punkt auf der Agenda sein.

Wirtschaftsminister Rösler betonte im Interview mit der „Badischen Zeitung“: „Wir lassen keine Zweifel an unserer Solidarität.“ Als ein Land, dessen Exporte zu 40 Prozent in die Eurozone gehen, habe die Bundesrepublik ein überragendes Interesse an einer stabilen Währung, erklärte der FDP-Vorsitzende. Mit den Rettungsschirmen sei Zeit gewonnen worden – nun komme es darauf an, eine Stabilitätsunion zu schaffen.

Wachstumskräfte in Europa mobilisieren



Rösler nutzt derzeit die Gelegenheit seiner Teilnahme an dem Forum für zahlreiche konstruktive Gespräche. Zum einen führt er diese mit Führungspersönlichkeiten deutscher Unternehmen über die anstehenden Herausforderungen für Wirtschaft und Politik. Zum anderen mit einer Reihe von Kollegen aus wichtigen Partnerländern, mit denen er sich über die Vertiefung der wirtschaftspolitischen Zusammenarbeit austauscht. Ziel dieser Gespräche ist es, ein deutliches Signal aus Davos für nachhaltig wirkende Wachstumsimpulse zu senden.

Rösler erklärte: "Davos bietet alljährlich eine wichtige Plattform für die Diskussion der globalen Herausforderungen. Die Schuldenkrise steht diesmal im Zentrum. Wir müssen in Europa das Vertrauen in eine solide Staatsfinanzierung zurückgewinnen. Aus meiner Sicht heißt das vor allem: Wir müssen die Wachstumskräfte stärken und die Wettbewerbsfähigkeit verbessern. Deutschland leistet hierfür einen entscheidenden Beitrag."

Eine Wirtschaftspolitik, die offen sei für die globalen Veränderungen und sich aktiv den Herausforderungen stelle, zahle sich aus. Das wurde gerade auch in der Krise deutlich. "Ein Europa, das auf Wettbewerb und Innovationen setzt, hat alle Chancen, die Krise gestärkt zu überwinden."



Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und Haushaltsdisziplin



In einem Gastbeitrag für das „Handelsblatt“ warnte Außenminister Westerwelle davor, dass alle Bemühungen um Solidität vergeblich sein könnten, wenn die Volkswirtschaften der Euro-Zone nicht auf einen nachhaltigen Wachstumspfad zurückkehren. „Europa krankt an einer über Jahrzehnte eingeschlichenen Verschuldungsmentalität. Einige Länder haben in dieser Zeit auch stark an Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt. Zusammen wirkt das wie Blei an den Füßen und erschwert die Überwindung der Krise“, erklärte der Liberale.

Europa wird gestärkt aus der Krise hervorgehen



Wenn es jetzt gelänge, alle Entscheidungen zu mehr Haushaltsdisziplin und Wettbewerbsfähigkeit in den Euro-Ländern umzusetzen, werde der Euro stabiler sein als andere Währungen, zeigte sich Rösler in der „Badischen Zeitung“ überzeugt. „Europa geht seine Probleme entschlossen an. Das würde ich mir auch von überschuldeten Staaten in anderen Teilen der Welt wünschen“, betonte der Wirtschaftsminister.

Auch Westerwelle ist zuversichtlich, dass Europa gestärkt aus der Krise hervor gehen wird. „Wir sind jetzt auf gutem Weg, die Ursachen der Krise entschlossen anzugehen und das Vertrauen der Bürger und der Märkte zurückzugewinnen“, schrieb er im „Handelblatt“. Eine besondere Rolle komme auch dem derzeit intensiv verhandelten Fiskalvertrag zu, der verbindliche Regeln zur dauerhaften Stärkung der Haushaltsdisziplin festschreiben wird.

„Unsere Strategie darf sich deshalb nicht in Austerität erschöpfen, sondern muss gleichzeitig intelligente Impulse für ein gutes, nachhaltiges Wachstum setzen“, mahnte Westerwelle darüber hinaus. Denn Wachstum sei der entscheidende Hebel für die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit MEHR ZUM THEMA:

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