Das neue Lateinamerika-Konzept stellt die Beziehungen zu den insgesamt 33 Ländern Lateinamerikas und der Karibik auf eine neue Grundlage. Die Region hat in den letzten Jahren wirtschaftlich wie politisch stark an Bedeutung gewonnen. Außenminister Westerwelle nannte sie eine Weltregion, die in Europa unterschätzt werde und einen der dynamischsten Wachstumsmärkte.
Vor allem bei der Infrastruktur herrscht durch den Wirtschafts-Boom in vielen Ländern Lateinamerikas großer Ausbaubedarf. So stellen beispielsweise die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 und die Olympischen Sommerspiele 2016 das Ausrichterland Brasilien vor große Herausforderungen und bieten interessante Chancen für deutsche Unternehmen.
Auch im Bereich der Umwelttechnologie und im Gesundheitsbereich sieht das Konzept Potentiale. Deutsche Unternehmen hätten beste Voraussetzungen, bei der Modernisierung der Energieerzeugung in der Region zu helfen. Umgekehrt werde Lateinamerika dank seiner großen Rohstoff-Vorkommen künftig eine größere Rolle bei der Versorgung der Weltmärkte spielen und sich durch sein starkes Wirtschaftswachstum zu einem wichtigen Absatzmarkt für deutsche Exportprodukte entwickeln.
Doch nicht nur im wirtschaftlichen Bereich will Deutschland die Beziehungen zu Lateinamerika vertiefen. Auch in der Umwelt- und Klimapolitik sowie im Kampf gegen Terrorismus und Drogenkriminalität strebt die Bundesregierung eine stärkere Kooperation mit den Staaten der Region an. Und auch in Kultur, Bildung und Wissenschaft soll der Austausch verstärkt werden.
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