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    E-Perso: Sicherheitslücken müssen zuerst geschlossen werden

    Christian Ahrendt (26.08.2010) Die Auslesegeräte für den E-Perso, welcher ab November schrittweise die alten Papiere ersetzen wird, sind teilweise nicht sicher. Dies bestätigte der Chaos Computer Club (CCC), dem der Diebstahl fremder Geheimnummern gelungen war. FDP-Rechtspolitiker Christian Ahrendt erklärte in der „Berliner Zeitung“, der Ausweis sei „als sicheres Dokument versprochen worden“. Diese Lücke müsse vor Einführung der Technik geschlossen werden.
Bereits 2006 hatte die große Koalition die Einführung des elektronischen Personalausweises (E-Perso) beschlossen. Um die etlichen Millionen Euro, die in den vergangenen Jahren von Steuerzahler und Unternehmen in die Entwicklung des Identifikationspapiers geflossen sind, nicht sinnlos vergeudet zu haben, nimmt die FDP von einer alternativlosen Ablehnung Abstand. Manuel Höferlin
Manuel Höferlin
Allerdings kündigten die Liberalen an, die Einführungsphase sowie die Verwendung der neuen Ausweise sehr kritisch zu beobachten. „Sollten sich konkrete Missbrauchsmöglichkeiten oder Sicherheitslücken herausstellen, werden wir korrigierend eingreifen. Darüber hinaus werden wir regelmäßig prüfen, ob die eingesetzte Verschlüsselungstechnologie noch zeitgemäß ist und den Bedürfnissen an ein hohes Datenschutzniveau genügt“, hatte der FDP-IT-Experte Manuel Höferlin im „Portal Liberal“- Interview deutlich gemacht.

Mit Blick auf die Testberichte des CCC und der ''ARD''-Sendung ''Plusminus", bei denen erhebliche Sicherheitsmängel bei der kostengünstigen Version des E-Perso-Lesegerätes beanstandet wurden, erklärte FDP-Fraktionsvize Gisela Piltz: „Sollten die Sicherheitsprobleme nicht zuverlässig ausgeschlossen werden können, muss die Ausgabe der elektronischen Ausweise verschoben werden".

Ahrendt: Sicherheitslücken beim Auslesegerät sind keine Bagatelle

Der Parlamentarische Geschäftsführer und Rechtsexperte der FDP-Fraktion, Christian Ahrendt, forderte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) auf, Zweifel an der Sicherheit des neuen Personalausweises schnell auszuräumen. „Der neue Ausweis ist uns als sicheres Dokument versprochen worden“. Derlei Lücken müssen vor Einführung der Technik auf jeden Fall geschlossen werden, so Ahrendt.

Zudem betonte der rechtspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, es sei falsch, bei diesem Thema von einer Bagatelle zu reden. „Das größte Problem ist, dass der Personalausweis ein zentrales Mittel ist, um sich als Person zu identifizieren. Wenn ich die Daten, die dort auf dem Personalausweis gespeichert sind, verliere, und dazu auch meine Pin abhanden kommt, dann hat jemand Fremdes die Möglichkeit, mit diesem Identifikationsmittel in meinem Namen Geschäfte zu machen, ohne dass er selbst erkannt wird“, führte er im Interview mit dem „Deutschlandradio“ aus.

Ahrendt plädiert dafür, „jedes Sicherheitsrisiko, was mit dem Personalausweis verbunden ist, auch wenn es jetzt offensichtlich nur das Lesegerät betrifft“, auszuschließen. „Und ich glaube, es kann auch nicht sein, dass wenn aus einem Konjunkturpaket 24 Millionen Euro für dieses Lesegerät ausgegeben werden, dass wir dann ein Lesegerät bekommen, das nicht sicher ist“, gab der Liberale zu Bedenken.

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