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    Entwicklungshilfe: Stimmen zur Reform

    Zeitung (09.07.2010) Lange musste darauf gewartet werden, was Dirk Niebel (FDP) in acht Monaten Amtszeit nun geschafft hat: Die Technische Zusammenarbeit in der Entwicklungshilfe wird sich strukturell verändern. Der Bundesentwicklungsminister bezeichnete die am Mittwoch vom Bundeskabinett abgesegnete Reform als „großen Wurf“, doch was sagen die anderen? Hier eine Auswahl aktueller Pressestimmen.
„Dirk Niebel verwirklicht eines der größten Projekte seiner Dienstzeit.“ – Die Zeit

„Der Stolz ist Dirk Niebel (FDP) durchaus anzumerken. Gerade eben hat der anfangs viel gescholtene Entwicklungsminister den Beschluss für die Zusammenlegung der staatlichen deutschen Entwicklungsagenturen durch das Bundeskabinett gebracht.“ – Südwest Presse

„Die deutsche Entwicklungspolitik sei sehr facettenreich, meint der zuständige Minister Dirk Niebel. [...] Niebel hätte auch sagen können, die deutsche Entwicklungspolitik sei sehr zersplittert. Der Befund ist gleichermaßen alt wie zutreffend, weshalb die nun von der Bundesregierung beschlossene Struktur-Reform grundsätzlich auch von jenen begrüßt wird, die am entwicklungspolitischen Kurs der konservativ-liberalen Koalition eine Menge auszusetzen haben. Zufrieden sein dürfte auch die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, der 31 Industrieländer angehören. Die OECD hat sich schon immer an der unübersichtlichen Struktur gestört.“ – Deutsche Welle

„Mit der Reform der Entwicklungshilfe holt sich das Ministerium wieder ein großes Stück Macht und Steuerungsfähigkeit zurück.“ – Hamburger Abendblatt

„Jetzt liegt es an Entwicklungsminister Dirk Niebel selbst: Er muss zeigen, dass das Zusammenführen der drei größten staatlichen Entwicklungsorganisationen nicht bloß Ausdruck einer in deutschen Verwaltungen und Unternehmen verbreiteten Seuche ist: Umbau um seiner selbst willen, ohne dass nach Zielen, geschweige denn Ergebnissen gefragt würde.
Niebel hat die Chance. Denn seine Bestandsaufnahme stimmt ja: Deutsche Entwicklungszusammenarbeit kommt heute so zersplittert daher, dass Empfänger weder erkennen, wer für sie was bewegt, noch, dass immer die gleichen Steuerzahler dahinterstehen.“ – Neue Osnabrücker Zeitung

„Befürchtungen der deutschen Entwicklungsexperten, diesmal nicht nach Afrika oder Asien umziehen zu müssen, sondern nur von Eschborn nach Bonn beziehungsweise von Bonn nach Eschborn, waren offenbar unbegründet.“ – Frankfurter Rundschau

„Tatsächlich setzt die schwarz-gelbe Regierungskoalition damit eine Reform um, an der sich sowohl Rot-Grün als auch die Große Koalition vergeblich versucht hatten.“ – Stern

„Die schwarz-gelbe Bundesregierung ordnet das Milliardengeschäft mit der deutschen Entwicklungshilfe völlig neu.“ – Die Welt MEHR ZUM THEMA:

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