Nach der Entmachtung von Präsident Manuel Zelaya am 28. Juni liegen die Meinungen darüber, was die aktuellen Ereignisse in dem mittelamerikanischen Land wirklich ausgelöst hat, weit auseinander. Um Informationen aus erster Hand zur Verfügung zu stellen und möglichst parteiübergreifend über die politische Zukunft des Landes zu diskutieren, hatte die Stiftung für die Freiheit Vertreter der beiden führenden Parteien des Landes und aus dem Privatsektor eingeladen.
Neben Ramón Villeda Bermúdez, Mitglied der Partido Liberal und Vorstandsmitglied der Zentralbank, sowie Octavio Sanchez Barrientos, früherer Kulturminister und Mitglied der Partido Nacional, konnte der Vorsitzende der Stiftung für die Freiheit, Wolfgang Gerhardt, unter anderem auch den Menschenrechtsbeauftragten von Honduras, Ramón Custodio López, begrüßen.
Tenor der Runde war, dass die internationale Politik und Öffentlichkeit fast ausschließlich auf die Ereignisse ab dem 28. Juni schauten, aber kaum die Ursachen dafür zur Kenntnis nehmen wollten. Die international überwiegend negative Beurteilung des Staatsstreiches sei unter anderem der interessegeleiteten Lateinamerika-Politik Spaniens geschuldet. Vielmehr sollte man einen differenzierteren eigenen Ansatz suchen und diesen aktiv vertreten, so das Fazit der Teilnehmer.
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