Wachstumskritische Töne waren in letzter Zeit aus nahezu allen Parteien zu vernehmen. Bis hinein ins Unionslager reicht die Vorstellung, das Wachstum der westlichen Industriegesellschaften müsse begrenzt werden. Für Philipp Rösler ist das nur ein weiterer Beleg dafür, dass die FDP unverzichtbar ist. Denn die Liberalen haben als einzige ein positives Bild vom Wachstum und seinen Vorteilen für den Einzelnen und die Gesellschaft als Ganzes. Was Wachstum mit der Grundkategorie liberalen Denkens, der Freiheit, zu tun hat, und warum es sich lohnt daran festzuhalten, führt der Parteichef in der ''elde'' aus.

Philipp Rösler So wie sich das inhaltliche Spektrum der FDP nicht im Steuerthema erschöpft, geht es auch beim Wachstum um mehr als die Zunahme der Wirtschaftsleistung, stellt Rösler klar. Als Kernbegriff umspannt es für ihn die Themen, die "den gesellschaftspolitischen Anspruch der FDP" untermauern: Die Entfaltung des Einzelnen durch Bildung, der Fortschritt der Gesellschaft auf der Grundlage von Innovationen und neuen Technologien sowie eine nachhaltige Entwicklung, die auf "bezahlbarer ökologischer Modernisierung" beruht.
Den Einwand, dass Wachstum die natürlichen Lebensgrundlagen bedrohe, lässt Rösler nicht gelten. Vielmehr gehe es doch darum, "dass wir mit kreativen Lösungen mehr Effizienz bei der Ressourcennutzung erreichen." Er verdeutlicht sein Argument am Beispiel des Schadstoffausstoßes. Noch vor hundert Jahren verpesteten Kohleöfen die Luft, bis sich innovative Technologien am Markt durchgesetzt haben und schadstoffärmere Verbrennungsverfahren oder effiziente Filtersysteme hervorbrachten.

Patrick Döring Auch FDP-Generalsekretär Döring plädiert in der ''Neuen Westfälischen'' für eine Offenheit gegenüber neuen Technologien, die er als eine wesentliche Stütze und Triebkraft des Wachstums sieht. Die Ankündigung des Chemiekonzerns BASF, seine grüne Gentechnik-Sparte ins Ausland zu verlegen, begreift er als "Warnschuss", der deutlich mache, wohin die weit verbreitete Skepsis gegenüber wissenschaftlich-technischen Neuerungen führen kann.
"Das Gold unseres Landes liegt in den Köpfen der Forscher und Wissenschaftler. Bei den Grünen und den linken Parteien gibt es zu wenig Offenheit für Innovationen. Die letzte Instanz für technologischen Fortschritt und eine moderne Infrastruktur darf nicht die Sitzblockade sein", warnte Döring in dem Interview. Er wünscht sich, "dass auch innovative Unternehmen mit neuen Technologien ihre Heimat in Deutschland haben."
Der FDP-Vorsitzende Rösler fasst seine Vision in einer Formel zusammen: "Wachstum ist Leben". Wer hingegen das Wachstum behindern oder gar abschaffen wolle, "hemmt am Ende die Entfaltung jedes Einzelnen", warnt Rösler. Zudem stelle sich die Frage der politischen Umsetzung. Als eine "absurde Vorstellung" bezeichnet es Rösler, wenn Politiker das Wachstum per Gesetz und Verordnung regulieren wollten - und das in einem Land, das derzeit "die Lokomotive Europas " ist.
Sein Fazit: "Eine Gesellschaft, die kein Wachstum mehr kennt, ist eine statische, eine sterbende Gesellschaft". Die Aufgabe für die Liberalen, der sie sich "vom Ortsverband aufwärts" annehmen werden, laute daher, "die Freiheit zum Wachstum" zu sichern und zu ermöglichen. MEHR ZUM THEMA:
Individuelle Entfaltung, sozialer Fortschritt: Wachstum als gesamtgesellschaftliches Programm

Philipp Rösler So wie sich das inhaltliche Spektrum der FDP nicht im Steuerthema erschöpft, geht es auch beim Wachstum um mehr als die Zunahme der Wirtschaftsleistung, stellt Rösler klar. Als Kernbegriff umspannt es für ihn die Themen, die "den gesellschaftspolitischen Anspruch der FDP" untermauern: Die Entfaltung des Einzelnen durch Bildung, der Fortschritt der Gesellschaft auf der Grundlage von Innovationen und neuen Technologien sowie eine nachhaltige Entwicklung, die auf "bezahlbarer ökologischer Modernisierung" beruht.
Den Einwand, dass Wachstum die natürlichen Lebensgrundlagen bedrohe, lässt Rösler nicht gelten. Vielmehr gehe es doch darum, "dass wir mit kreativen Lösungen mehr Effizienz bei der Ressourcennutzung erreichen." Er verdeutlicht sein Argument am Beispiel des Schadstoffausstoßes. Noch vor hundert Jahren verpesteten Kohleöfen die Luft, bis sich innovative Technologien am Markt durchgesetzt haben und schadstoffärmere Verbrennungsverfahren oder effiziente Filtersysteme hervorbrachten.
Döring plädiert für Innovationsoffenheit: "Das Gold liegt in den Köpfen"

Patrick Döring Auch FDP-Generalsekretär Döring plädiert in der ''Neuen Westfälischen'' für eine Offenheit gegenüber neuen Technologien, die er als eine wesentliche Stütze und Triebkraft des Wachstums sieht. Die Ankündigung des Chemiekonzerns BASF, seine grüne Gentechnik-Sparte ins Ausland zu verlegen, begreift er als "Warnschuss", der deutlich mache, wohin die weit verbreitete Skepsis gegenüber wissenschaftlich-technischen Neuerungen führen kann.
"Das Gold unseres Landes liegt in den Köpfen der Forscher und Wissenschaftler. Bei den Grünen und den linken Parteien gibt es zu wenig Offenheit für Innovationen. Die letzte Instanz für technologischen Fortschritt und eine moderne Infrastruktur darf nicht die Sitzblockade sein", warnte Döring in dem Interview. Er wünscht sich, "dass auch innovative Unternehmen mit neuen Technologien ihre Heimat in Deutschland haben."
Eine Gesellschaft ohne Wachstum erstarrt
Der FDP-Vorsitzende Rösler fasst seine Vision in einer Formel zusammen: "Wachstum ist Leben". Wer hingegen das Wachstum behindern oder gar abschaffen wolle, "hemmt am Ende die Entfaltung jedes Einzelnen", warnt Rösler. Zudem stelle sich die Frage der politischen Umsetzung. Als eine "absurde Vorstellung" bezeichnet es Rösler, wenn Politiker das Wachstum per Gesetz und Verordnung regulieren wollten - und das in einem Land, das derzeit "die Lokomotive Europas " ist.
Sein Fazit: "Eine Gesellschaft, die kein Wachstum mehr kennt, ist eine statische, eine sterbende Gesellschaft". Die Aufgabe für die Liberalen, der sie sich "vom Ortsverband aufwärts" annehmen werden, laute daher, "die Freiheit zum Wachstum" zu sichern und zu ermöglichen. MEHR ZUM THEMA:
Philipp Rösler in der ''elde''
Patrick Döring in der ''Neuen Westfälischen''
Agenda: Wachstum
''elde'' Nr. 1/2012 (PDF)
Bögel: Wachstum ist kein Auslaufmodell
Regierungserklärung zum Jahreswirtschaftsbericht: Wachstum bleibt unser erklärtes Ziel
Deutsche Wirtschaft bleibt robust trotz Krise
Wir machen Tempo bei der Energiewende




