
Philipp Rösler Vizekanzler Rösler betonte im Interview mit der ''Welt'', dass Joachim Gauck nicht nur das Vertrauen in das Amt des Bundespräsidenten, sondern in die demokratischen Institutionen insgesamt zurückbringen könne. Dies sei eine große Aufgabe – "und wenn es gelingt, eine große Leistung", so Rösler. Gauck sei eine Persönlichkeit, "die nicht nur die fünf oder sechs Leute im kleinen Kreis begeistern kann, sondern die Menschen wieder mehr begeistern kann für die Demokratie - durch seine Persönlichkeit eben, durch seine Autorität".
"Ich freue mich sehr, dass wir uns gemeinsam heute auf die Unterstützung dieser Kandidatur verständigen konnten", sagte der FDP-Parteichef bei der Vorstellung des Kandidaten. "Ich glaube, er wird ein guter Präsident."
"Eine eigenständige Partei wie die FDP hat auch eine eigene Position", konstatierte Rösler. Es sei nicht ungewöhnlich, dass Koalitionen in der Bundesversammlung unterschiedlich abstimmten. "Eine funktionierende Koalition meistert Situationen, wo auch Eigenständigkeit gefragt ist, immer souverän", so der FDP-Parteichef. FDP und Union trügen die Verantwortung für Energiewende und Währungsstabilität mit großer Gemeinsamkeit.
Döring: Joachim Gauck ist der Richtige

Patrick Döring Im ''hr-inforadio'' erklärte der designierte FDP-Generalsekretär Patrick Döring, dass bei der Frage, welcher Kandidat den Freidemokraten am nächsten stehe, die FDP zu dem Ergebnis gekommen sei, "dass das Joachim Gauck ist". Es sei ein fairer Diskussionsprozess gewesen, in dem die Liberalen überzeugend darlegen konnten, dass "Joachim Gauck ein guter Bundespräsident sein wird", so Döring.
Im Interview mit der ''Passauer Neuen Presse'' zeigte sich Döring verwundert, dass die FDP jetzt dafür kritisiert werde, "dass wir den Kandidaten unterstützen, der die größte Zustimmung der Bürger erfährt". Die Frage des Abstimmungsverhaltens in der Bundesversammlung habe keinerlei Auswirkungen auf die Koalition. Döring erklärte, dass die FDP für die vernünftigste Lösung werbe. Es sei schön, wenn man den Partner davon überzeugen könne. "Wenn wir von etwas überzeugt sind, werden wir alles tun, um es durchzusetzen", so Döring.
Niebel: Gauck ist einfach der beste Mann

Dirk Niebel Gegenüber dem ''Mannheimer Morgen'' stellte Entwicklungshilfeminister und FDP-Präsidiumsmitglied Dirk Niebel klar, dass der Wunsch der Kanzlerin von Beginn an ein Kandidat gewesen sei, "der für alle wählbar ist". Sie habe sich mit der Union für Gauck ausgesprochen. Nicht stur an einer Meinung festzuhalten, sei eine positive Eigenschaft, so Niebel. Er betonte, dass die FDP eine klare Position eingenommen habe, "weil sie der Ansicht war, dass das höchste Staatsamt nicht mit jemandem besetzt sein sollte, der erst wieder Vertrauen gewinnen muss". "Joachim Gauck hat dieses Vertrauen bereits in der Bevölkerung", erklärte Niebel.
Der Entwicklungsminister bescheinigte Gauck im „Deutschlandfunk“ ein hohes Ansehen in der Bevölkerung. Die Einigung auf Gauck, sei "staatstragende und, wie ich finde, kluge Entscheidung" gewesen. Das Amt der Bundespräsidenten sei zu wichtig, um lange Zeit mit vertrauensbildenden Maßnahmen zu verbringen.
Bahr: Der Beste für das Amt

Daniel Bahr Gesundheitsminister Daniel Bahr unterstrich: "Es kommt darauf an, dass das Amt des Bundespräsidenten wieder Respekt und Anerkennung genießt. Das kann von Allen Joachim Gauck am besten."
Im Interview mit dem ''NDR'' erklärt er, es sei der Wunsch der Kanzlerin gewesen, einen gemeinsamen Kandidaten zu finden. Die Geschlossenheit aller Parteien sei ein "einmaliges Signal auch an die Bürger, dass sich die Parteien in dieser schwierigen Situation zusammengesetzt haben und einen gemeinsamen Vorschlag machen, um dem Amt wieder Anerkennung und Respekt zu verschaffen". Merkel habe es geschafft, dass "alle Parteien zusammen diese Persönlichkeit, Herrn Gauck, unterstützen". Sie habe damit "wahre Größe gezeigt", so Bahr.
Kubicki: Schwarz-Gelb beweist Handlungsfähigkeit

Wolfgang Kubicki Der schleswig-holsteinische FDP-Spitzenkandidat Wolfgang Kubicki betonte im „ZDF-Morgenmagazin“, dass sich die Bundesregierung mit ihrer schnellen Einigung auf einen Kandidaten ihre Handlungsfähigkeit als Koalition unterstrichen habe.
Gegenüber dem ''WDR 5'' erklärt Kubicki, dass es in einer Koalition "nicht nur angemessen, sondern geradezu notwendig" sei, dass "beide Partner ihre Vorstellungen entwickeln und in die Diskussion einbringen". Sowohl Kanzlerin als auch FDP, hätten den Wunsch gehabt, dass der "nächste Bundespräsident in der Bundes-versammlung eine große Mehrheit erhalten soll", stellte Kubicki klar. MEHR ZUM THEMA:




