
850 Gratulanten waren ins Tipi gekommen Parteichef Philipp Rösler und Fraktionschef Rainer Brüderle hatten zur nachträglichen Feier zum 50. Geburtstag von Guido Westerwelle ins Tipi geladen. Und alle Großen der FDP waren da: Gerhart Baum, Hans-Dietrich Genscher, Klaus Kinkel. Zum Empfang im Tipi-Zelt kamen auch Thomas Gottschalk, die Begum Inaara Aga Khan, Maler Markus Lüpertz, Vicky Leandros, Springer-Chef Mathias Döpfner, die Bertelsmann-Patriarchin Liz Mohn, Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit und fast das gesamte Kabinett sowie Angela Merkel als Gratulanten. Mit Frank-Walter Steinmeier, Jürgen Trittin, Gregor Gysi und Volker Kauder waren auch alle Bundestagsfraktionen versammelt.
Rösler und Brüderle: Mut und Kampfeswillen
FDP-Parteichef Philipp Rösler würdigte den Jubilar als Vordenker der FDP, auch FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle sagte, die Partei habe Westerwelle viel zu verdanken. Rösler betonte, er verlasse sich auf Westerwelle, der Mut und Kampfeswillen geben könne. Rösler untermauerte seine Absicht, die in Umfragen auf zwei Prozent abgestürzte Partei neu auf einen strikt wirtschaftsfreundlichen Kurs auszurichten. Rainer Brüderle sagte zu Westerwelle: "Wir beide haben nie aufgehört zu kämpfen. Deswegen machen wir mit Volldampf weiter!"

Ein Toast auf Guido Westerwelle Merkel würdigt Westerwelle als Vollblutpolitiker
Bundeskanzlerin Angela Merkel nannte Westerwelle in ihrer Ansprache einen Vollblutpolitiker und verriet dabei einiges aus dem politischen Nähkästchen. Auch das gute Miteinander in der schwarz-gelben Koalition lobte die CDU-Chefin. "Wir haben uns immer vertraut. Vertrauen ist das, auf dem die christlich-liberale Koalition gewachsen ist. Dafür will ich dir einfach Dank sagen", sagte Merkel. Sie äußerte die Hoffnung, dass beide noch viele Jahre gemeinsam in der Politik wirken würden.
Westerwelle: Kraft und Zuversicht
Guido Westerwelle gab sich in seiner Rede ein bisschen reumütig und bat jene um Vergebung, die er etwas zu forsch angegangen ist. Einige Äußerungen aus den vergangenen Jahren hätte er besser runtergeschluckt, sagt Westerwelle. Er erklärte: "Mein fünfzigster Geburtstag war ein Anlass, mit Dankbarkeit auf das vergangene Lebensjahrzehnt zurückzuschauen. Nun widme ich mich mit Kraft und Zuversicht den nächsten Jahren."
Zur Krise der FDP meinte Westerwelle, die Liberalen seien schon oft totgesagt worden. "Ich habe fest vor, auch weiter für die liberale Sache zu wirken. Weil das hier mein 50. und nicht mein 80. Geburtstag ist." MEHR ZUM THEMA:




