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Auch Angelika Brunkhorst, FDP-Fraktionssprecherin für Reaktorsicherheit, stellt klar, dass Deutschland zur Rücknahme des radioaktiven Abfalls verpflichtet ist. Sie kritisiert, dass Trittin noch in seiner Zeit als Umweltminister die Proteste gegen die Castor-Transporte aus La Hague nach Gorleben strikt abgelehnt hatte. "Jetzt in der Opposition scheint es, dass er sich gemeinsam mit anderen grünen Spitzenpolitikern mit Begeisterung auf die Gleise setzen will." Mit seriöser Politik habe das nichts zu tun, erklärte die FDP-Expertin für Reaktorsicherheit.

FDP-Fraktionschefin Birgit Homburger kritisiert das Verhalten der Grünen als "prinzipienlos". In einem offenen Brief an Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin erinnert sie ihn am Montag an dessen eigene Haltung als Umweltminister 2001. Trittin erklärte damals seinen Parteifreunden in einem Schreiben, es gebe "für Grüne keinen Grund, gegen diese Transporte zu demonstrieren."

Homburger hält dem Grünen Spitzenpolitiker vor, sich mit der Anti-Castor-Haltung jetzt unglaubwürdig zu machen. Statt Stimmungen aufzuheizen, wäre eine sachliche Debatte wünschenswert, in der sich auch Trittin an seine damaligen Äußerungen als Umweltminister erinnerte.

Guido Westerwelle
Guido Westerwelle
Dem pflichtete auch der FDP-Parteivorsitzende Westerwelle bei. Immerhin habe der damalige Umweltminister Trittin bei den Transporten doch "quasi mit auf der Lok gesessen", gab der Liberale im Interview mit den „Kieler Nachrichten“ zu bedenken. „Die Grünen werben für erneuerbare Energien, aber wenn es darum geht, den Strom in die Gebiete zu bringen, in denen er gebraucht wird, protestieren sie gegen den Bau der dafür notwendigen Stromleitungen.“

Im Interview mit dem „Deutschlandfunk“ unterstrich der niedersächsische Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP), wie wichtig es sei, dass die Bevölkerung sich endlich sicher sein könne, ob „Gorleben geeignet sei oder nicht“. Die Diskussion werde allerdings von der Opposition benutzt, „um dieses Problem ideologisch anzuheizen“. Wenn der SPD-Bundesvorsitzende Sigmar Gabriel der Auffassung sei, Gorleben sei als Endlagerstätte ungeeignet, dann hätte er während seiner Regierungszeit als Umweltminister, ebenso wie Grünen. Politiker Trittin, einen alternativen Standort benennen können. Dies sei aber in beiden Fällen nicht geschehen. MEHR ZUM THEMA:

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