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    Günther: Randalierer sind keine Fans

    Gewalt_Fußball_Stadion (08.02.2012) Immer wieder kommt es zu Ausschreitungen in Fußballstadien. Unabhängig von Spielausgang oder Liga randalieren einige Zuschauer und bringen den Fußball so in Verruf. Der sportpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Joachim Günther, hat im Interview mit "bundestag.de" betont: "Das sind keine Fußballfans, das sind Leute, die so ein Spiel nutzen um sich auszutoben."
Die Zwischenfälle beim Pokalspiel zwischen Borussia Dortmund und Dynamo Dresden oder bei einem Hallenturnier in Hamburg sorgten zuletzt für Aufsehen. Aktuelle Zahlen deuten auf ein Rekordniveau bei gewaltbereiten Fußballfans hin. Der Bundestag reagiert jetzt auf diese Ereignisse. Der Sportausschuss wird sich in einer öffentlichen Anhörung mit dem Thema "Gewalt in und um Fußballstadien" befassen. Geladen sind Vertreter von Polizei, Fans und Verbänden.

Günther bedauerte, dass "einige den Fußball als Ventil für aufgestaute Alltagsaggressionen missbrauchen". Eine wichtige Rolle bei der Prävention spielen seiner Ansicht nach die Vereine, "gute präventive Jugend- und Sozialarbeit" sowie die sogenannten "Ultras". "Gerade Ultragruppen, die sich als echte Fans ihrer Vereine sehen, unterstützen auch die Bemühungen zur Gewaltvermeidung", so Günther. "Auch viele Fußballvereine können bereits auf erfolgreich arbeitende Fanprojekte verweisen."

Sicherheit geht vor



Joachim Günther
Joachim Günther
Günther wies darauf hin, dass "die Masse der Fußballspiele" friedlich verlaufe. Leider könnten "schon zehn Verrückte ein ganzes Stadion durcheinanderbringen". Stadionverbote sind seiner Ansicht nach aber nicht der richtige Weg: "Ich weiß nicht, wie das in großen Arenen funktionieren soll, da man ja bei der Einlasskontrolle keine Fingerabdrücke nehmen kann."

In der Debatte um den Einsatz von Pyrotechnik in Stadien bezog der Liberale klar Stellung: "Pyrotechnik ist immer gefährlich." Er forderte Vereine und Fans auf, "im Interesse aller Stadionbesucher zusammenzuarbeiten". Die Vereine an den Kosten für den Schutz von Zuschauern und Spielern zu beteiligen, hält er für schwer umsetzbar. Insbesondere den kleinen Vereinen "fehlen die finanziellen Mittel, um eigene Sicherheitsdienste zu beauftragen", konstatierte der Sportpolitiker. MEHR ZUM THEMA:

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