Um den Verkauf des Areals an einen privaten Investor zu verhindern, hatte eine Gruppe von Linken im Jahr 2005 den Südflügel des Kulturhauses Bethanien okkupiert. Gegen den Widerstand des Senats wird die Besetzung durch den Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg derzeit geduldet.
Rund dreißig Mitglieder der Jungen Liberalen Friedrichshain-Kreuzberg und Neukölln (JuLis FKN) protestierten am Mittwoch gemeinsam mit dem FDP-Landesvorsitzenden und FDP-Direktkandidaten in Friedrichshain-Kreuzberg, Markus Löning, gegen die Besetzung der Räume. Sie werfen den Linken Kulturabbau und Verschwendung von Steuergeldern vor. Die Liberalen wurden vom Geschäftsführer des Künstlerhauses Bethanien, Christoph Tannert, begleitet.
Mit einem Kassenzettel in A1-Format listeten die JuLis auf, welcher Schaden dem Bezirk im Zusammenhang mit der Besetzung des Südflügels entstanden sei. So beliefen sich die Kosten nach Rechnung der JuLis durch Wertverlust, Rückmietungskosten und Mietausfälle auf rund 3,6 Millionen Euro. Damit soll nach Ansicht von Markus Löning bald Schluss sein. „Bethanien und die stattlichen von Bürgermeister Franz Schulz (Grüne) zu verantwortenden 3,6 Millionen verschwendeter Steuergelder verbauen unseren Kindern im Bezirk die Zukunft!“
Der Vorsitzende der JuLis FKN, Richard Boeck, will nun den Rechnungshof anrufen. Dieser müsse die Angelegenheit prüfen und den tatsächlichen finanziellen Schaden für das Land beziffern.
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