Erst am 27. August werden die wissenschaftlichen Energieszenarien vorliegen, die für die Entscheidung grundlegend sind, erläuterte Kauch. Entsprechend dem Koalitionsvertrag werde auf Basis dieser Daten über die Laufzeitverlängerung diskutiert. Im Ergebnis müsse „ein wesentlicher Teil der Gewinnabschöpfung bei den Energieunternehmen in den Ausbau erneuerbarer Energien fließen“, stellte der Umweltpolitiker klar.
Der FDP-Obmann im Umweltausschuss, Horst Meierhofer, sagte der „Frankfurter Rundschau“: „Es gibt keinerlei Vorabsprachen über die Laufzeiten, solange nicht das Energiekonzept der Bundesregierung steht.“ Grundsätzlich sei die Laufzeitverlängerung „kein Selbstzweck“. „Es geht nicht darum, Firmen zu ermöglichen, möglichst lange Gewinne zu machen. Es geht darum, Versorgungssicherheit zu garantieren und unsere Treibhausgas-Verminderungsziele zu halten“, so der Liberale
Bei seinem Besuch in dem einsturzgefährdeten Atom-Endlager Asse hatte sich Kauch am Montag ein Bild von den Realitäten der Kernkraft gemacht. Dabei stellte er klar, dass die Kraftwerksbetreiber an den Kosten der Asse zu beteiligen sind. „Dies ist auch eine Begründung der Brennelementesteuer“, sagte Kauch.

Michael Kauch und Kollegen beim Besuch der Asse Bei ihrem Besuch informierten sich die Politiker – neben Kauch auch FDP-Parlamentskollege Florian Bernschneider und einige niedersächsische Landtagsabgeordnete – über die Sicherheitsmängel in dem Lager. Für Kauch war die Asse von vorneherein nicht der richtige Ort zur Lagerung atomarer Abfälle. „Man hat ein Endlager ausgesucht, das ungeeignet ist: ein ausgebeuteter Salzstock mit stark wasserlöslichen Salzen und geringem Abstand zum Deckgebirge. Das unterscheidet die Asse von Gorleben.“
Schon seit den 1980er Jahren tritt über Risse im Salz Salzlauge in das Endlager ein. Bundesumweltministerium und Bundesamt für Strahlenschutz arbeiten jetzt an einem Konzept zur Rückholung der Fässer oder Notfallflutung des Bergwerks, um einen Einsturz zu verhindern. „Für die FDP ist klar: die Risiken müssen wohl abgewogen werden“, sagte Kauch. In jedem Fall müsse die Sicherheit der Arbeitnehmer des Bergwerks gewährleistet sein.
86 Prozent der Radioaktivität in der Asse stammten von den vier großen Kraftwerksbetreibern, sagte Kauch. „Auch zusätzlich zur Gewinnabschöpfung bei einer Laufzeitverlängerung“ müssten die Kraftwerksbetreiber daher an den Kosten beteiligt werden. In dem Salzbergwerk befinden sich schwach- und mittelradioaktive Abfälle aus Kernkraftwerken und Forschungsanlagen. Die Kosten einer Rückholung der Fässer werden auf bis zu vier Milliarden Euro geschätzt.
Der FDP-Obmann im Umweltausschuss, Horst Meierhofer, sagte der „Frankfurter Rundschau“: „Es gibt keinerlei Vorabsprachen über die Laufzeiten, solange nicht das Energiekonzept der Bundesregierung steht.“ Grundsätzlich sei die Laufzeitverlängerung „kein Selbstzweck“. „Es geht nicht darum, Firmen zu ermöglichen, möglichst lange Gewinne zu machen. Es geht darum, Versorgungssicherheit zu garantieren und unsere Treibhausgas-Verminderungsziele zu halten“, so der Liberale
Betreiber an Kosten der Asse beteiligen
Bei seinem Besuch in dem einsturzgefährdeten Atom-Endlager Asse hatte sich Kauch am Montag ein Bild von den Realitäten der Kernkraft gemacht. Dabei stellte er klar, dass die Kraftwerksbetreiber an den Kosten der Asse zu beteiligen sind. „Dies ist auch eine Begründung der Brennelementesteuer“, sagte Kauch.

Michael Kauch und Kollegen beim Besuch der Asse Bei ihrem Besuch informierten sich die Politiker – neben Kauch auch FDP-Parlamentskollege Florian Bernschneider und einige niedersächsische Landtagsabgeordnete – über die Sicherheitsmängel in dem Lager. Für Kauch war die Asse von vorneherein nicht der richtige Ort zur Lagerung atomarer Abfälle. „Man hat ein Endlager ausgesucht, das ungeeignet ist: ein ausgebeuteter Salzstock mit stark wasserlöslichen Salzen und geringem Abstand zum Deckgebirge. Das unterscheidet die Asse von Gorleben.“
Schon seit den 1980er Jahren tritt über Risse im Salz Salzlauge in das Endlager ein. Bundesumweltministerium und Bundesamt für Strahlenschutz arbeiten jetzt an einem Konzept zur Rückholung der Fässer oder Notfallflutung des Bergwerks, um einen Einsturz zu verhindern. „Für die FDP ist klar: die Risiken müssen wohl abgewogen werden“, sagte Kauch. In jedem Fall müsse die Sicherheit der Arbeitnehmer des Bergwerks gewährleistet sein.
86 Prozent der Radioaktivität in der Asse stammten von den vier großen Kraftwerksbetreibern, sagte Kauch. „Auch zusätzlich zur Gewinnabschöpfung bei einer Laufzeitverlängerung“ müssten die Kraftwerksbetreiber daher an den Kosten beteiligt werden. In dem Salzbergwerk befinden sich schwach- und mittelradioaktive Abfälle aus Kernkraftwerken und Forschungsanlagen. Die Kosten einer Rückholung der Fässer werden auf bis zu vier Milliarden Euro geschätzt.




