Portal Liberal
der FDP, FDP-Fraktion und der Stiftung für die Freiheit

Navigation

Inhalt

  • FDP | Datenschutz

    Brüderle: Praxistauglichkeit von ELENA überprüfen

    Symbolbild Datenschutz

    (06.04.2010) Seit dem 1. Januar 2010 sammelt der Elektronische Einkommensnachweis (ELENA) Daten von 40 Millionen Arbeitnehmern. Mittlerweile haben sich beim Verfassungsgericht rund 22.000 Kläger gegen diese Praxis gemeldet. Auch Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) fordert, ELENA auf seine Praxistauglichkeit hin zu überprüfen. Der Liberale plädiert dafür, Nachbesserungen vorzunehmen, falls sich dadurch die gewünschte Entlastung der Bürokratie nicht einstellt.

"Die Datenübermittlung im Monatsrhythmus stellt besonders für kleinere und mittlere Unternehmen einen Rainer Brüderle
Rainer Brüderle
unverhältnismäßigen Zusatzaufwand dar", monierte Brüderle im "Handelsblatt". Wenn "ELENA" der Wirtschaft tatsächlich helfe, Bürokratiekosten von rund 87 Millionen Euro zu sparen, so komme die Entlastung doch nur größeren, aber kaum kleineren Unternehmen zugute, heißt es in einer Stellungnahme des Bundeswirtschaftsministeriums. Brüderle fordert, den Mittelstand von der elektronischen Meldepflicht zu befreien, sollten sich die Zweifel an der Praxistauglichkeit ELENAs bewahrheiten.


Piltz: "Megadatenbank" wie ELENA ist nicht erforderlich

Gisela Piltz
Gisela Piltz
Auch FDP-Innenexpertin Gisela Piltz befürwortet den "Systemwechsel" bei ELENA. Richtig sei zwar, dass neue Möglichkeiten elektronischer Kommunikation zum Abbau von Bürokratie konsequent genutzt werden müssen, wie im Fall von ELENA von der Bundesagentur für Arbeit (BA). Eine "Mega-Vorratsdatenbank" wie ELENA sei dafür aber "gerade nicht erforderlich", erklärte Piltz.

Die Innenpolitikerin fordert die Anzahl und Menge der Daten und Datenfelder auf ein Minimum zu begrenzen. "Es muss eine Abkehr von der angestrebten zentralen Datenspeicherung geben. Die zentrale Speicherung von Daten birgt massive Gefahren für Daten- und Persönlichkeitsschutz", so Piltz. ELENA sollte ihrer Meinung nach so ausgestaltet werden, "dass elektronische Mitteilungen im konkreten Bedarfsfall an die zuständige Stelle übermittelt werden können".

Sie erinnert daran, dass die christlich-liberale Koalition im Koalitionsvertrag vereinbart hat, einen einheitlichen Einkommensbegriff anzustreben. Dies würde gerade im Sozialrecht dazu führen, dass weniger Daten erforderlich sind. "Bei ELENA in der derzeitigen Ausgestaltung ist dieser Grundsatz in Vergessenheit geraten. Für eine Neukonzeption muss dies aber der Leitgedanke sein", so Piltz. MEHR ZUM THEMA:

Neue Wachstums-Kampagne

App der FDP-Fraktion

Schülerwettbewerb 2011 / 12

Schülerwettbewerb 2011

Koalitionsvertrag

Newsletter der Stiftung bestellen!

Liberal Vierteljahresheft bestellen