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    Koalition schafft Anreize für künftige Landärzte

    Kampf dem Ärztemangel Kampf dem Ärztemangel  (19.12.2011) Nach dem Parlament hat auch der Bundesrat dem GKV-Versorgungsstrukturgesetz zugestimmt. Das Ziel: Auch Patienten auf dem Land sollen zum Hausarzt gehen können, ohne dafür lange Anreisen auf sich nehmen zu müssen. Die Bundesregierung trete mit dem Gesetz entschlossen dem drohenden Ärztemangel entgegen, meint FDP-Gesundheitsexperte Heinz Lanfermann. Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) lobte das Gesetz als gutes Mittel, um die Versorgung in der Fläche zu verbessern.
Bahr zeigte sich hingegen überzeugt, dass das Gesetz die ärztliche Versorgung auf dem Land verbessern werde. Dazu würden die nötigen Anreize geschaffen, damit sich Mediziner in den ländlichen Regionen niederlassen. Auch werde zum Abbau von Überversorgungen beigetragen. Auch Heinz Lanfermann zeigte sich überzeugt, dass die Koalition neue Anreize schaffe, beispielsweise durch die Aufhebung der Residenzpflicht.

Eine gute Versorgung und ein fairer Wettbewerb



Bahr erklärte: "Mit dem Versorgungsstrukturgesetz ebnen wir den Weg zu einer langfristigen qualitativ hochwertige medizinischen Versorgung. Wir sorgen dafür, dass Arztpraxen in Zukunft dort zu finden sein werden, wo die Menschen sie brauchen. Eine gute Versorgung und einen fairen Wettbewerb um die besten Leistungsangebote wünschen sich die Menschen auch für ihr Gesundheitssystem. Krankenkassen erhalten deshalb mehr Möglichkeiten, ihren Versicherten Zusatzleistungen anzubieten. Zum Beispiel bei der Unterstützung durch Haushaltshilfen oder sie können rezeptfreie apothekenpflichtige Medikamente als Satzungsleistung wieder erstatten."

Das deutsche Gesundheitssystem sei nach wie vor ein gutes System, betonte Lanfermann. Jedoch bedürfe es aufgrund „demographischer Entwicklungen, Fehlsteuerungen, Verkrustungen und Bürokratisierung“ einiger Nachbesserung. Dieser Aufgabe habe sich die schwarz-gelbe Koalition angenommen. „Ein behutsamer aber ebenso konsequenter Umbau in wichtigen Punkten“, beschrieb Lanfermann die Herangehensweise.

Finanzen in ein Plus verwandelt



Und die Bilanz kann sich sehen lassen: Am Anfang der Legislatur erbte die Koalition ein Defizit von elf Milliarden Euro. „Die Finanzen haben wir in ein Plus verwandelt“, erklärte Lanfermann. Mit dem Arzneimittelneuordnungsgesetz habe Schwarz-Gelb ein Ende des Preisdiktats durchgesetzt. Neue Hygienestandards wurden zur Bekämpfung von lebensgefährlichen Keimen in Krankenhäusern eingeführt. Und dort, wo es sich zum Vorteil der Patienten auswirkt, wurde mehr Wettbewerb im Gesundheitswesen geschaffen, unterstrich der Liberale.

“Und wir haben jetzt mit dem GKV eine ganze Reihe von Punkten auf den Weg gebracht, die sich als sehr segensreich erweisen werden.“ Junge Ärzte sollen motiviert werden, in ärztlich unterversorgten Regionen in Deutschland eine Praxis zu eröffnen. „Wir heben die Residenzpflicht auf und verbessern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in ganz entscheidenden Punkten“, erklärte Lanfermann. Dadurch können Ärzte ihre Praxen in peripheren Regionen betreiben, ohne mit der gesamten Familie dort hinzuziehen. Außerdem soll die Abstaffelung bei der Vergütung von Landärzten gelockert werden. Eine Abstaffelung bedeutet für Ärzte, dass sie weniger Geld pro Patient bekommen, sobald sie mehr als eine bestimmte Zahl an Patienten behandeln. MEHR ZUM THEMA:

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