Durch die demographischen Veränderungen stehen immer weniger qualifizierte junge Menschen bereit, um die frei gewordenen Arbeitsplätze von Ruheständlern einzunehmen. Nach Ansicht der Liberalen kann der Fachkräftemangel zu einer gefährlichen Wachstumsbremse werden. FDP-Generalsekretär Christian Lindner betonte vor diesem Hintergrund, dass Deutschland sich diesem "dringenden Problem stellen müsse. „Man muss kein Prophet sein, um vorherzusehen, dass dieser Trend Auswirkungen auf unser Sozialsystem und auf die Situation am Arbeitsmarkt haben wird", so Lindner in einem Gastbeitrag für die „Financial Times Deutschland“.
Am Mittwoch hat die Bundesregierung nun ein umfassendes Konzept zur Fachkräftesicherung beschlossen. Dabei soll das inländische Potential ausgeschöpft werden sowie die Zuwanderung für ausländische Fachkräfte vereinfacht werden. Am Nachmittag verständigten sich Bund, Wirtschaft und Gewerkschaften zudem auf eine gemeinsame Erklärung.

Miriam Gruß Vor allem Frauen, ältere Arbeitnehmer und jugendliche Arbeitssuchende sollen durch eine passgenaue Vermittlung und erfolgreiche Qualifikationen, wie Umschulungen, wieder in den Arbeitsmarkt integriert werden. Für die familienpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Miriam Gruß, steht fest: Das größte Potential in Deutschland liegt bei Frauen mit Kindern. „Von den in Teilzeit beschäftigten Müttern würde ein Drittel gerne länger arbeiten, von den nicht berufstätigen Alleinerziehenden sogar über die Hälfte“, sagte Gruß. Fehlende Betreuungsangebote für Klein- und Schulkinder und mangelnde Flexibilität der Arbeitszeiten hielten diese bislang jedoch vom Arbeitsmarkt fern.
Vor dem Hintergrund der Fachkräftesicherung seien der anhaltende Ausbau der Kinderbetreuung und die Steigerung der Familienfreundlichkeit der Unternehmen unverzichtbar. „Eine verbesserte Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist nicht mehr nur ein familienpolitisches, sondern auch ein ökonomisches Gebot der Stunde“, unterstrich die Liberale.

Philipp Rösler Seit Monaten schon fordern die Liberalen eine Öffnung des Arbeitsmarktes. FDP-Parteichef Philipp Rösler machte deutlich, dass Deutschland „zusätzlich auch Arbeitskräfte aus dem Ausland“ brauche. Die Betonung liege auf „qualifizierte Zuwanderung“.“ Das Konzept sieht daher neben dem Potential im Inland auch eine Mobilisierung von Experten aus dem Ausland vor. Hierzu müssen einige bürokratische Hürden ausgeräumt werden.

Hartfrid Wolff Beispielsweise prüft die Arbeitsagentur bevor ein ausländischer Arbeitnehmer eine Arbeitserlaubnis erhält, ob es nicht auch einen geeigneten Bewerber auf dem deutschen Arbeitsmarkt für den Job gibt. Vorrangprüfung wird dieser Vorgang genannt. Die Regierung will diesen Vorgang für Jobs mit akutem Personalmangel, wie Ärzte, Elektro- und Maschinenbauingenieure, lockern. Findet sich nach zwei Wochen kein inländischer Fachmann für die ausgeschriebene Stelle, darf dann schneller ein Fachmann aus dem Ausland genommen werden.
Der Vorsitzende des Arbeitskreises Innen- und Rechtspolitik der FDP-Bundestagsfraktion, Hartfrid Wolff, sieht in einer "effizienten und interessengeleiteten Zuwanderungssteuerung" das Gebot der Stunde. Er betonte, dass die gesteuerte Zuwanderung von Fachkräften nachhaltig Arbeitsplätze in Deutschland schaffe.
Auch die Mindesteinkommensgrenze zur Erlangung einer Niederlassungserlaubnis – derzeit bei 66.000 Euro Jahreseinkommen – soll für ausländische Fachkräfte auf 40.000 Euro abgesenkt werden. Wirtschaftminister Rösler betonte: „Für das Gedeihen Deutschlands können wir auf qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland nicht verzichten.“ Es sei eine der wichtigsten Herausforderungen für die Koalition, dazu beizutragen, dass diese Lücke geschlossen wird.

Christian Lindner FDP-Generalsekretär Lindner erklärte, Deutschland müsse eindeutig mehr tun, um seine Attraktivität für ausländische Fachkräfte zu steigern. „Die Regierung sollte die Weichen für eine neue Zuwanderung stellen“, so der FDP-Generalsekretär. "Hin zu einer gezielten Steuerung und Einladung.“ Das bedeutet: Nicht das deutsche Sozialsystem soll Ansporn sein in die Bundesrepublik einzuwandern, sondern die Karrierechancen für Fachkräfte. Besonders wichtig sei hierbei die Beseitigung bürokratischer Hemmnisse. „Deutschland muss attraktiver werden.“
Am Mittwoch hat die Bundesregierung nun ein umfassendes Konzept zur Fachkräftesicherung beschlossen. Dabei soll das inländische Potential ausgeschöpft werden sowie die Zuwanderung für ausländische Fachkräfte vereinfacht werden. Am Nachmittag verständigten sich Bund, Wirtschaft und Gewerkschaften zudem auf eine gemeinsame Erklärung.
Das größte Potential in Deutschland liegt bei Frauen mit Kindern

Miriam Gruß Vor allem Frauen, ältere Arbeitnehmer und jugendliche Arbeitssuchende sollen durch eine passgenaue Vermittlung und erfolgreiche Qualifikationen, wie Umschulungen, wieder in den Arbeitsmarkt integriert werden. Für die familienpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Miriam Gruß, steht fest: Das größte Potential in Deutschland liegt bei Frauen mit Kindern. „Von den in Teilzeit beschäftigten Müttern würde ein Drittel gerne länger arbeiten, von den nicht berufstätigen Alleinerziehenden sogar über die Hälfte“, sagte Gruß. Fehlende Betreuungsangebote für Klein- und Schulkinder und mangelnde Flexibilität der Arbeitszeiten hielten diese bislang jedoch vom Arbeitsmarkt fern.
Vor dem Hintergrund der Fachkräftesicherung seien der anhaltende Ausbau der Kinderbetreuung und die Steigerung der Familienfreundlichkeit der Unternehmen unverzichtbar. „Eine verbesserte Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist nicht mehr nur ein familienpolitisches, sondern auch ein ökonomisches Gebot der Stunde“, unterstrich die Liberale.
Rösler: Wir brauchen qualifizierte Zuwanderer

Philipp Rösler Seit Monaten schon fordern die Liberalen eine Öffnung des Arbeitsmarktes. FDP-Parteichef Philipp Rösler machte deutlich, dass Deutschland „zusätzlich auch Arbeitskräfte aus dem Ausland“ brauche. Die Betonung liege auf „qualifizierte Zuwanderung“.“ Das Konzept sieht daher neben dem Potential im Inland auch eine Mobilisierung von Experten aus dem Ausland vor. Hierzu müssen einige bürokratische Hürden ausgeräumt werden.
Vorrangprüfung für Ärzte und Ingenieure lockern

Hartfrid Wolff Beispielsweise prüft die Arbeitsagentur bevor ein ausländischer Arbeitnehmer eine Arbeitserlaubnis erhält, ob es nicht auch einen geeigneten Bewerber auf dem deutschen Arbeitsmarkt für den Job gibt. Vorrangprüfung wird dieser Vorgang genannt. Die Regierung will diesen Vorgang für Jobs mit akutem Personalmangel, wie Ärzte, Elektro- und Maschinenbauingenieure, lockern. Findet sich nach zwei Wochen kein inländischer Fachmann für die ausgeschriebene Stelle, darf dann schneller ein Fachmann aus dem Ausland genommen werden.
Der Vorsitzende des Arbeitskreises Innen- und Rechtspolitik der FDP-Bundestagsfraktion, Hartfrid Wolff, sieht in einer "effizienten und interessengeleiteten Zuwanderungssteuerung" das Gebot der Stunde. Er betonte, dass die gesteuerte Zuwanderung von Fachkräften nachhaltig Arbeitsplätze in Deutschland schaffe.
Mindesteinkommensgrenze für Niederlassungserlaubnis absenken
Auch die Mindesteinkommensgrenze zur Erlangung einer Niederlassungserlaubnis – derzeit bei 66.000 Euro Jahreseinkommen – soll für ausländische Fachkräfte auf 40.000 Euro abgesenkt werden. Wirtschaftminister Rösler betonte: „Für das Gedeihen Deutschlands können wir auf qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland nicht verzichten.“ Es sei eine der wichtigsten Herausforderungen für die Koalition, dazu beizutragen, dass diese Lücke geschlossen wird.
Eine Karriere in Deutschland muss attraktiver werden

Christian Lindner FDP-Generalsekretär Lindner erklärte, Deutschland müsse eindeutig mehr tun, um seine Attraktivität für ausländische Fachkräfte zu steigern. „Die Regierung sollte die Weichen für eine neue Zuwanderung stellen“, so der FDP-Generalsekretär. "Hin zu einer gezielten Steuerung und Einladung.“ Das bedeutet: Nicht das deutsche Sozialsystem soll Ansporn sein in die Bundesrepublik einzuwandern, sondern die Karrierechancen für Fachkräfte. Besonders wichtig sei hierbei die Beseitigung bürokratischer Hemmnisse. „Deutschland muss attraktiver werden.“





