Der Kongress der ELDR-Mitgliedspolitiker gab erstmals seit den Europawahlen den liberalen Vertretern die Gelegenheit, zum Gedankenaustausch mit den liberalen Europaabgeordneten. Zu Beginn der Tagung fand die Ernennung der neuen Parteispitze statt. Bereits zum dritten Mal in Folge wurde die belgische EU-Politikerin Annemie Neyts-Uyttebroeck zur Präsidentin der ELDR gewählt. Auch der Vorsitzende der Berliner FDP, Markus Löning, wurde in seinem Amt als einer von sieben Vizepräsidenten bestätigt.
Der Vorsitzende der ELDR-Jugendorganisation LYMEC, Aloys Rigaut, betonte, mit dem Inkrafttreten des Vertrages von Lissabon sei demokratische Kontrolle und starke europäische Parteien dringend erforderlich. Die zentrale Herausforderung für die ELDR sei die Wandlung von einem europäischen Dachverband in eine richtige politische Partei, um mit neuer Kraft auf politische Entscheidungsprozesse Einfluss nehmen zu können.
Das Hauptthema des Kongresses war der „Wirtschaftsliberalismus nach der Finanzkrise“. Liberaler Strategien und Antworten auf die Finanzkrise sowie ein umfassender Ausblick auf liberale Werte in Bezug auf die Wirtschaft wurden im Resolutionsentwurf des Präsidiums vorgestellt, welchen die Mehrheit der 600 Teilnehmer mit Begeisterung annahm.
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