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    Liberale Bürgermeister: Volkmar Kunze

    Volkmar Kunze

    (04.02.2011) Volkmar Kunze hat der liberalen Kommunalpolitik in Sachsen-Anhalt ein Gesicht gegeben wie kein Zweiter. Nach seinen Stationen als Oberbürgermeister von Radebeul (1994-2001) und Bürgermeister von Lutherstadt Wittenberg (2002-2008) stellte sich der 56-jährige Politologe im Mai 2009 einer neuen Herausforderung - als Oberbürgermeister der Dom- und Residenzstadt Zeitz. Wie sehr Kunze mit Leib und Seele Oberbürgermeister ist, merkt man, wenn er von seiner Stadt schwärmt.

Was reizt Sie an Ihrer Aufgabe als Bürgermeister?

Ich sehe in der Kommunalpolitik gegenwärtig die einzige Möglichkeit, Gestaltung zu bewirken und Lebensverhältnisse zu beeinflussen. Eine Vergleichbarkeit dazu kann ich in Landtagen und im Bundestag nicht erkennen. Kommunalpolitik ist hautnah und real. Ich kann das Ergebnis meiner Aufgaben sehr direkt ablesen.

Warum treten Sie für die FDP an?

Ich bin seit 1994 in der liberalen Partei. Der kritische Liberalismus ist auch meine Lebensauffassung. Ich erkenne keine Alternative.

Was zeichnet Ihre Stadt aus?

Die Historie mindestens seit 967, da wurde Zeitz zur fürstbischöflichen Residenz. Die Industriegeschichte, um 1840 wurde hier der geschobene Kinderwagen, bei dem das Kind gesehen und "beturtelt" wird, erfunden. Mit der ersten Zuckerfabrik setzte eine bedeutende wirtschaftliche Entwicklung ein, der eine Brikettfabrik und der Schwermaschinenbau zum Abbau von Braunkohle im Tagebau folgten. Martin Luther wirkte hier als Prediger. Zeitz war 1542 der erste lutherische Bischofssitz mit Bischof Nicolaus von Amsdorf und ist Sitz der Luthernachfolger und -familie bis heute.

Zeitz ist hervorragend an die überregionale Verkehrsinfrastruktur angeschlossen: Es gibt vier Autobahnabfahrten (jeweils nur circa 15 Minuten), ein Bedarfslandeplatz als Verkehrsflugplatz und ein Güterverkehrszentrum. Zudem hat Zeitz ein innovatives Zentrum chemischer Verfahrenstechnologien und das Medizinische Klinikum ist akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Jena und wissenschaftlicher Partner des Leipziger Herzzentrums. Es gibt hervorragende Wohnlagen mit "Balkonblick" nach Leipzig, Leuna und Gera. Dem Arbeitsmarkt stehen Arbeitskräfte zur Verfügung, besonders in der Chemie- und Dienstleistungsbranche.

Was liegt Ihnen in ihrer Stadt am meisten am Herzen?

Die Sanierung des Stadtkerns, die Ausgrenzung von Grundstücksspekulanten, die Bevölkerungsentwicklung.

Haben Sie ein politisches Vorbild?

Hans-Dietrich Genscher.

Wie verbringen Sie am liebsten Ihre Freizeit?

Mir verbleibt kaum Freizeit. Diese möchte ich zur körperlichen Fitness nutzen, wozu Aktivitäten im Tennis, Schwimmen und Radfahren gehören.

Haben Sie ein Lieblingszitat?

Es leitet sich aus meinen Stadtentwicklungzielen ab: "Hinein in die Mitte!" MEHR ZUM THEMA:

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