Weiter erklärte Flach, man müsse die Einhaltung des verabredeten Zeitplans sichern. Einen Teil der Gewinne aus den betriebenen, "wohlgemerkt sicheren", Kernkraftwerken werde man dafür einsetzen, die Erforschung und Erkundung von erneuerbaren Energien schneller auf den Weg zu bringen, kündigte Flach an.
FDP-Chef Guido Westerwelle betonte in der ZDF-Sendung "Berlin direkt" noch einmal, dass die Äußerungen des Umweltministers nicht die Auffassung der Bundesregierung wiedergebe. "Jetzt auszusteigen aus der Kerntechnik ist ein absolut schwerer Fehler", mahnte er. Die FDP will den Weg zu einem Zeitalter der erneuerbaren Energien ebnen. "Aber wir wissen, jetzt geht es noch nicht", machte er deutlich. Über die Notwendigkeit einer Überbrückung durch die Kernenergie, sei er sich mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auch völlig einig, sagte Westerwelle weiter.
In der "Rheinischen Post" zeigte sich FDP-Generalsekretär Christian Lindner verärgert und kritisierte das Vorpreschen Röttgens. Der Bundesumweltminister kapituliere gegenüber diffusen Ängsten gegen Atomkraft. Gleichzeitig jedoch bliebe er eine Konzeption schuldig, wie die Energieversorgung der Zukunft aussehen solle. "Ein visionärer Umweltminister würde die zusätzlichen Einnahmen längerer Laufzeiten nutzen, um eine Energiewende zu ermöglichen", erklärte der Liberale.
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