„Es wird Zeit, dass wir offen über den Numerus clausus für das Medizinstudium sprechen“, sagte die stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Ulrike Flach, bei „Welt Online“. „Das Auswahlverfahren für das Studium wirkt wie eine Barriere bei der Versorgung mit Ärzten.“ Flach greift damit einen Vorschlag der Ärzteschaft auf, die fordert, den Zugang zum Medizinstudium zu lockern.
Ein Weg zu diesem Ziel könnte eine Änderung beim Numerus clausus bewirken. Aufgrund der großen Nachfrage bekommen Abiturienten in der Regel nur dann ohne Probleme eine Zulassung fürs Medizinstudium, wenn sie im Abschlusszeugnis einen Notendurchschnitt von 1,4 oder besser haben.
Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) fordert zudem, das Medizinstudium zu reformieren. Es sei zu wissenschaftlich, die Studenten müssten das Leben in einer Arztpraxis früher kennenlernen und eher Kontakt zu Patienten bekommen.
FDP-Gesundheitsexpertin Flach kündigte außerdem an, man werde sich mit dem drohenden Ärtzemangel auf dem Land befassen. Zu diesem Zweck werde die Regierung unter anderem mit den Kommunen über Möglichkeiten verhandeln, attraktive Arbeitsbedingungen zu bieten.
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