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    Liberale unterstützen Guttenbergs Reformkonzept

    Elke Hoff

    (01.09.2010) "Kleiner und besser" - so stellt sich Verteidigungsminister zu Guttenberg (CSU) die Bundeswehr in Zukunft vor. Am Mittwoch präsentierte er seine fünf möglichen Reformmodelle im Verteidigungsausschuss. FDP-Verteidigungsexpertin Elke Hoff unterstützt die Variante, die auch der Minister favorisiert: Demnach soll die Wehrpflicht ausgesetzt, die Truppe um ein Drittel verringert und ein freiwilliger Wehrdienst eingeführt werden.

Am Mittwoch unterrichtete der Verteidigungsminister den Verteidigungsausschuss über sein Sicherheitskonzept. FDP-Sicherheitsexpertin Elke Hoff erklärte nach der Unterrichtung, dass die Liberalen die Aussetzung der Wehrpflicht sehr begrüßen. Der Minister und sein Haus hätten von Anfang an auf Denkverbote verzichtet und sei realistisch auf die zukünftigen Aufgaben der Bundeswehr eingegangen.

Nun müsse man sehen, ob der geplante Umfang der Streitkräfte mit den Sicherheitsansprüchen kompatibel sei. Sie selbst sehe hier jedoch noch Diskussionsbedarf, so Hoff. Man müsse auch weiterhin über Einsparvolumen sprechen, an den finanziellen Rahmenbedingung dürften die Sicherheitsaspekte jedoch nicht scheitern. Sie blicke jedenfalls sehr optimistisch in die Zukunft und rechne mit einer Entscheidung zur Zukunft der Bundeswehr bis Ende des Jahres.

Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hatte am Montag fünf mögliche Vorschläge zur Reform der Bundeswehr präsentiert. In seinem favorisierten Modell soll die Wehrpflicht zwar im Grundgesetz erhalten, aber Mitte kommenden Jahres ausgesetzt werden. Die Armee soll von derzeit rund 252.000 Soldaten auf rund 165.000 Soldaten verkleinert werden. Rund 7.500 davon sollen Freiwillige sein, die einen "Schnupper-Wehrdienst" zwischen zwölf und 23 Monaten ableisten können.

Dieses Modell erbringt zwar nicht das geforderte Einsparvolumen des Finanzministers, es werde aber "keine Bundeswehr nach Kassenlage geben, sondern eine, die die sicherheits- und verteidigungspolitischen Herausforderungen bewältigen kann", unterstrich der Minister. Insgesamt 8,3 Milliarden soll das Verteidigungsministerium einsparen. Mit der Reform spart Guttenberg bis 2014 jedoch nur rund 1,5 Milliarden Euro ein.

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