Die schwarz-grüne Koalition in Hamburg hatte eine Verlängerung der Grundschulzeit auf sechs Jahre geplant und wollte den Eltern das Recht nehmen, zu entscheiden, auf welche weiterführende Schulform ihre Kinder anschließend gehen. Fast 60 Prozent der Teilnehmer ließen diese Plänen in einem Volksentscheid am Sonntag scheitern. Sie votierten stattdessen für die Bürgerinitiative „Wir wollen lernen“, die die FDP als einzige Partei in Hamburg unterstützt hatte. Lindner nannte das Votum daher auch einen großen Erfolg für die Hamburger Liberalen und ihren Vorsitzenden Rolf Salo.
Pragmatische Schritte hin zu mehr Qualität

Kinder individuell Fördern Auch die Liberalen setzen sich für mehr Chancengleichheit, Durchlässigkeit und individuelle Förderung in den Schulen ein, betonte Lindner. „Blanker Sozialpopulismus“ und permanente Strukturexperimente, wie von den Grünen in Hamburg vorgemacht, helfen seiner Ansicht nach aber nicht weiter. Statt Reißbrettplanungen an den Wünschen der Eltern vorbei „brauchen wir pragmatische Schritte hin zu mehr Qualität“, so der FDP-Generalsekretär.
Besonders wichtig sei hierbei die individuelle Förderung von Kindern. Diese müsse schon im Vorschulalter ansetzen. In der Grundschule plädiert Lindner für mehr Nachmittagsangebote wie gemeinsames Mittagessen und Sport, um auch die Sozialkompetenz zu stärken. Bei einem Totalumbau des Schulwesens hingegen habe man mehr zu verlieren als zu gewinnen. „Man kann nicht die Schwachen stärken, indem man die Starken schwächt.“
Den Volksentscheid in Hamburg sieht Lindner auch als Signal nach Düsseldorf. Dort plant die rot-grüne Minderheitsregierung unter Hannelore Kraft (SPD) gar den gemeinsamen Unterricht bis zur zehnten Klasse. „Die Eltern wollen sich das Wahlrecht über die Zukunft ihrer Kinder nicht nehmen lassen“, warnte der Liberale vor solchen Plänen.
Beust-Rücktritt: Die Gemeinsamkeiten sind wohl verbraucht

Hamburg Die schwarz-grüne Koalition in Hamburg musste neben dem verlorenen Volksentscheid am Wochenende eine weitere empfindliche Niederlage verkraften: Der CDU-Bürgermeister Ole von Beust erklärte kurz vor Bekanntgabe des Ergebnisses seinen Rücktritt. „Er sieht für sich und das schwarz-grüne Experiment anscheinend keine Perspektive", kommentierte Lindner die Entscheidung im „Hamburger Abendblatt'' .
Mit Beust sei „der einzige prominente Kopf der schwarz-grünen Koalition in Hamburg von Bord gegangen", so Lindner in dem Interview. „Die Gemeinsamkeiten sind wohl verbraucht." Die Hamburger Liberalen sieht Lindner hingegen gestärkt: „Die FDP hat mit ihrem pragmatischen Kurs in der Schulpolitik Punkte gemacht. Das ist eine gute Ausgangsbasis in den nächsten Monaten und Jahren." MEHR ZUM THEMA:
Pragmatische Schritte hin zu mehr Qualität

Kinder individuell Fördern Auch die Liberalen setzen sich für mehr Chancengleichheit, Durchlässigkeit und individuelle Förderung in den Schulen ein, betonte Lindner. „Blanker Sozialpopulismus“ und permanente Strukturexperimente, wie von den Grünen in Hamburg vorgemacht, helfen seiner Ansicht nach aber nicht weiter. Statt Reißbrettplanungen an den Wünschen der Eltern vorbei „brauchen wir pragmatische Schritte hin zu mehr Qualität“, so der FDP-Generalsekretär.
Besonders wichtig sei hierbei die individuelle Förderung von Kindern. Diese müsse schon im Vorschulalter ansetzen. In der Grundschule plädiert Lindner für mehr Nachmittagsangebote wie gemeinsames Mittagessen und Sport, um auch die Sozialkompetenz zu stärken. Bei einem Totalumbau des Schulwesens hingegen habe man mehr zu verlieren als zu gewinnen. „Man kann nicht die Schwachen stärken, indem man die Starken schwächt.“
Den Volksentscheid in Hamburg sieht Lindner auch als Signal nach Düsseldorf. Dort plant die rot-grüne Minderheitsregierung unter Hannelore Kraft (SPD) gar den gemeinsamen Unterricht bis zur zehnten Klasse. „Die Eltern wollen sich das Wahlrecht über die Zukunft ihrer Kinder nicht nehmen lassen“, warnte der Liberale vor solchen Plänen.
Beust-Rücktritt: Die Gemeinsamkeiten sind wohl verbraucht

Hamburg Die schwarz-grüne Koalition in Hamburg musste neben dem verlorenen Volksentscheid am Wochenende eine weitere empfindliche Niederlage verkraften: Der CDU-Bürgermeister Ole von Beust erklärte kurz vor Bekanntgabe des Ergebnisses seinen Rücktritt. „Er sieht für sich und das schwarz-grüne Experiment anscheinend keine Perspektive", kommentierte Lindner die Entscheidung im „Hamburger Abendblatt'' .
Mit Beust sei „der einzige prominente Kopf der schwarz-grünen Koalition in Hamburg von Bord gegangen", so Lindner in dem Interview. „Die Gemeinsamkeiten sind wohl verbraucht." Die Hamburger Liberalen sieht Lindner hingegen gestärkt: „Die FDP hat mit ihrem pragmatischen Kurs in der Schulpolitik Punkte gemacht. Das ist eine gute Ausgangsbasis in den nächsten Monaten und Jahren." MEHR ZUM THEMA:




