Nach Angaben der UN sind rund 20 Millionen Pakistani von den Überschwemmungen betroffen. Mehr als 1.600 Menschen starben bislang. Die UN rechnen zudem mit Schäden von mehreren Milliarden Dollar für die Landwirtschaft, in der fast jeder zweite Beschäftigte arbeitet. Nach Ansicht des Auswärtigen Amtes bestätigt der Hilfsaufruf der Vereinten Nationen das große Ausmaß der Schäden und die hohe Zahl der Betroffenen. Der größte Bedarf besteht bei Nahrungsmitteln, Zugang zu Trinkwasser, Zelten sowie medizinischer Versorgung. Bislang wird jedoch nur zurückhaltend gespendet.
Niebel: kein Cent fließt in falsche Hände

Kadaver im Flutgebiet (Bildquelle: © Malteser, Aktion Deutschland hilft) Gemessen an den Mitteln, die notwendig sind, um den Flutopfern in Pakistan zu helfen, seien die bisher 68 Millionen Euro, mit denen sich die Bundesrepublik an den Spenden beteiligt, nur ein Tropfen auf den heißen Stein, so Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP). Die verbreitete Sorge, dass Spendengelder fehlgeleitet werden, sei aber unbegründet. „Wir arbeiten nur mit altbewährten Organisationen wie dem Roten Kreuz oder den Maltesern zusammen“. Da fließe "kein Cent in falsche Hände", erklärte Niebel in der „Bild“ . Auch Außenminister Guido Westerwelle (FDP) unterstrich, gebe man die Spende einer seriösen Hilfsorganisation, können man sicher sein, dass sie die Opfer erreicht.
Das Bündnis der Hilfsorganisationen „Aktion Deutschland hilft“, bittet dringend um Spenden für die Opfer der Flut in Pakistan.
Spenden können Sie unter:
Stichwort: Flut Pakistan
Spendenkonto: 10 20 30
Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00
Spendenhotline: 0900 55 10 20 30
Charity SMS: SMS mit Pakistan an die 8 11 90 senden (5 € zzgl. üblicher SMS-Gebühr, davon gehen direkt an Aktion Deutschland Hilft 4,83 €)
Menschenrechtsbeauftragter warnt vor Epidemien
Markus Löning ist am Donnerstag für drei Tage nach Pakistan gereist, um sich vor Ort ein Bild zu machen und der pakistanischen Bevölkerung die deutsche Unterstützung zu signalisieren. Beim Besuch deutscher Hilfsprojekte informierte sich Löning darüber, wie die internationale Hilfe angelaufen ist, wo die dringlichsten Probleme liegen und wie die Hilfe diejenigen erreicht, die sie am dringendsten benötigen.

Markus Löning „Das ist zum einen die unmittelbare Versorgung der Bevölkerung natürlich mit Nahrungsmitteln, mit Wasser. Das ist die Versorgung mit Notunterkünften für diejenigen, die ihre Häuser verloren haben. Das ist die Versorgung mit Basisgesundheit“, so Löning im „Deutschlandfunk“ . Vor allem zeigte er sich besorgt, dass die pakistanischen Kinder aus Mangel an Alternativen unsauberes Flusswasser trinken müssen und sich dadurch zunehmend mit Krankheiten infizieren.
Deutschland sei inzwischen eines der größten Geberländer. „Aber angesichts der Dimension wird es sicher nicht ausreichen“, betont Löning. Deswegen sei es so wichtig, dass auch von privater Seite gespendet werde. „Ich kann da nur ausdrücklich noch mal appellieren, wirklich an die Kinder zu denken, an die Frauen und Familien zu denken, die davon betroffen sind, und daran zu denken: Wenn jetzt geholfen wird, dann kann verhindert werden, dass sich Krankheiten ausbreiten, und dann kann auch verhindert werden, dass viele Kinder sterben“.
Löning: Es geht um schnelle Hilfe, nicht um einen Wettstreit mit den Taliban
Entwicklungsminister Niebel bestätigte, dass die Taliban versuchen, die Katastrophe zu nutzen, um ihren Einfluss in Pakistan auszuweiten. „Die Gefahr ist da – aber sie ist überschaubar.“ Jetzt sei vor allem nötig, „dass die internationale Staatengemeinschaft sich stabil und hilfsbereit“ zeige.
Dem pflichtete Löning bei. Vor dem Hintergrund, dass es in Pakistan derzeit „für Hunderttausende von Kindern und Millionen andere Menschen um das nackte Überleben“ gehe, sollte man diese, „sicher auch berechtigten Fragen“, zunächst einmal zurückstellen. „Ich halte es für eine Frage der Mitmenschlichkeit, dass wir spenden“, betonte der Liberale im Interview mit dem „Tagesspiegel“. „Wir sollten nicht in irgendeinen gedanklichen Wettbewerb mit den Taliban treten“. „Die Menschen in Pakistan mögen die Extremisten genauso wenig wie wir. Wenn wir dort spenden helfen wir nicht den Falschen“, machte er deutlich.
In diesem Zusammenhang lobte Löning Engagement der UN und ihren Hilfsorganisationen sowie das der Nichtregierungsorganisationen, wie dem Deutschen Roten Kreuz, Karitas, Malteser, Johanniter, Care, Humedica und vielen anderen. „Diese machen in Pakistan eine sehr, sehr gute Arbeit, und da geht es nicht um einen Wettbewerb mit den Taliban“, stellte der Liberale klar.
Zudem sei auch die Verwaltung des Landes mit ihren Bemühungen zur Eindämmung der Katastrophe auf dem richtigen Weg. Die pakistanische Regierung hatte im Gespräch mit dem Menschenrechtsbeauftragten Löning eingeräumt, die Dimension der Überschwemmung zu Beginn falsch eingeschätzt zu haben. Nach Einschätzung Lönings sind die staatlichen Stellen inzwischen gut organisiert. Auch die Armee funktioniere als Krisenhelfer sehr gut. MEHR ZUM THEMA:
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Kadaver im Flutgebiet (Bildquelle: © Malteser, Aktion Deutschland hilft) Gemessen an den Mitteln, die notwendig sind, um den Flutopfern in Pakistan zu helfen, seien die bisher 68 Millionen Euro, mit denen sich die Bundesrepublik an den Spenden beteiligt, nur ein Tropfen auf den heißen Stein, so Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP). Die verbreitete Sorge, dass Spendengelder fehlgeleitet werden, sei aber unbegründet. „Wir arbeiten nur mit altbewährten Organisationen wie dem Roten Kreuz oder den Maltesern zusammen“. Da fließe "kein Cent in falsche Hände", erklärte Niebel in der „Bild“ . Auch Außenminister Guido Westerwelle (FDP) unterstrich, gebe man die Spende einer seriösen Hilfsorganisation, können man sicher sein, dass sie die Opfer erreicht.
Das Bündnis der Hilfsorganisationen „Aktion Deutschland hilft“, bittet dringend um Spenden für die Opfer der Flut in Pakistan.
Spenden können Sie unter:
Stichwort: Flut Pakistan
Spendenkonto: 10 20 30
Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00
Spendenhotline: 0900 55 10 20 30
Charity SMS: SMS mit Pakistan an die 8 11 90 senden (5 € zzgl. üblicher SMS-Gebühr, davon gehen direkt an Aktion Deutschland Hilft 4,83 €)
Menschenrechtsbeauftragter warnt vor Epidemien
Markus Löning ist am Donnerstag für drei Tage nach Pakistan gereist, um sich vor Ort ein Bild zu machen und der pakistanischen Bevölkerung die deutsche Unterstützung zu signalisieren. Beim Besuch deutscher Hilfsprojekte informierte sich Löning darüber, wie die internationale Hilfe angelaufen ist, wo die dringlichsten Probleme liegen und wie die Hilfe diejenigen erreicht, die sie am dringendsten benötigen.

Markus Löning „Das ist zum einen die unmittelbare Versorgung der Bevölkerung natürlich mit Nahrungsmitteln, mit Wasser. Das ist die Versorgung mit Notunterkünften für diejenigen, die ihre Häuser verloren haben. Das ist die Versorgung mit Basisgesundheit“, so Löning im „Deutschlandfunk“ . Vor allem zeigte er sich besorgt, dass die pakistanischen Kinder aus Mangel an Alternativen unsauberes Flusswasser trinken müssen und sich dadurch zunehmend mit Krankheiten infizieren.
Deutschland sei inzwischen eines der größten Geberländer. „Aber angesichts der Dimension wird es sicher nicht ausreichen“, betont Löning. Deswegen sei es so wichtig, dass auch von privater Seite gespendet werde. „Ich kann da nur ausdrücklich noch mal appellieren, wirklich an die Kinder zu denken, an die Frauen und Familien zu denken, die davon betroffen sind, und daran zu denken: Wenn jetzt geholfen wird, dann kann verhindert werden, dass sich Krankheiten ausbreiten, und dann kann auch verhindert werden, dass viele Kinder sterben“.
Löning: Es geht um schnelle Hilfe, nicht um einen Wettstreit mit den Taliban
Entwicklungsminister Niebel bestätigte, dass die Taliban versuchen, die Katastrophe zu nutzen, um ihren Einfluss in Pakistan auszuweiten. „Die Gefahr ist da – aber sie ist überschaubar.“ Jetzt sei vor allem nötig, „dass die internationale Staatengemeinschaft sich stabil und hilfsbereit“ zeige.
Dem pflichtete Löning bei. Vor dem Hintergrund, dass es in Pakistan derzeit „für Hunderttausende von Kindern und Millionen andere Menschen um das nackte Überleben“ gehe, sollte man diese, „sicher auch berechtigten Fragen“, zunächst einmal zurückstellen. „Ich halte es für eine Frage der Mitmenschlichkeit, dass wir spenden“, betonte der Liberale im Interview mit dem „Tagesspiegel“. „Wir sollten nicht in irgendeinen gedanklichen Wettbewerb mit den Taliban treten“. „Die Menschen in Pakistan mögen die Extremisten genauso wenig wie wir. Wenn wir dort spenden helfen wir nicht den Falschen“, machte er deutlich.
In diesem Zusammenhang lobte Löning Engagement der UN und ihren Hilfsorganisationen sowie das der Nichtregierungsorganisationen, wie dem Deutschen Roten Kreuz, Karitas, Malteser, Johanniter, Care, Humedica und vielen anderen. „Diese machen in Pakistan eine sehr, sehr gute Arbeit, und da geht es nicht um einen Wettbewerb mit den Taliban“, stellte der Liberale klar.
Zudem sei auch die Verwaltung des Landes mit ihren Bemühungen zur Eindämmung der Katastrophe auf dem richtigen Weg. Die pakistanische Regierung hatte im Gespräch mit dem Menschenrechtsbeauftragten Löning eingeräumt, die Dimension der Überschwemmung zu Beginn falsch eingeschätzt zu haben. Nach Einschätzung Lönings sind die staatlichen Stellen inzwischen gut organisiert. Auch die Armee funktioniere als Krisenhelfer sehr gut. MEHR ZUM THEMA:




