Der Vorsitzende Stiftung für die Freiheit, Wolfgang Gerhardt, erinnerte in seiner Rede, dass heute leider oft vergessen werde, welche "historischen Trümmer Europa einmal beiseite räumen" musste, um den "Rückfall in alte Katastrophen" zu verhindern. Die kritische Masse für eine wirkliche europäische Loyalität sei jedoch noch nicht erreicht, so Gerhardt. "Wir müssen uns darum bemühen“, machte der Stiftungschef deutlich.
Sir Graham Watson, Präsident der Europäischen Liberalen, Demokratischen und Reformpartei erklärte, Europa sei jetzt in seiner midlife crisis. Die Europäer hätten das Vertrauen darin verloren, dass es ihnen morgen besser geht, so Watson.
Genscher betonte, er wünsche sich in Deutschland die Fähigkeit, zu erkennen, dass dieses Land nicht nur materiell, wie immer vorgerechnet werde, profitiert habe. „Meine lieben Freunde aus Deutschland, warum, sind die Deutschen von Anfang an so europabegeistert gewesen. Weil nach der Schande des Dritten Reiches die europäische Einigung für uns der einzige Weg war, wieder an den Tisch der zivilisierten Menschen zurückzugelangen. Das ist die ganz große Errungenschaft der europäischen Einigung für mich.“
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