Stephan Thomae stammt aus Kempten und lebt heute mit seiner Familie in der Gemeinde Sulzberg im Oberallgäu. Nach dem Abitur in Kempten leistete Thomae zunächst seinen Grundwehrdienst, bevor er zum Geschichtsstudium nach München ging. An den Geschichtsmagister schloss der Bayer 1990 sein Jurastudium an. Die Referendariatszeit ab 1995 führte ihn neben München nach Speyer und Kalkutta. 1998 ließ er sich schließlich als Rechtsanwalt in Kempten nieder. Seit dem Jahr 2000 lebt er in Sulzberg.
Thomae ist seit zehn Jahren Mitglied der FDP. Seit 2000 ist er Mitglied im Kreisvorstand der FDP Kempten, seit 2002 im Bezirksvorstand der FDP Schwaben und seit 2004 im Landesvorstand der FDP Bayern. Jetzt wurde er für den Wahlkreis Oberallgäu in den Deutschen Bundestag gewählt. Dort ist er ordentliches Mitglied des Rechts- und des Petitionsausschusses sowie stellvertretendes Mitglied im Finanzausschuss.
Seine Zeit in Indien schlägt sich bis heute in Thomaes gesellschaftlichem Engagement nieder. Er ist Gründungsmitglied der Deutsch-Indischen Juristenvereinigung und engagiert sich seit rund 15 Jahren in verschiedenen Organisationen wie amnesty international und Mehr Demokratie e.V. Der Vater von drei Kindern ist außerdem Musikliebhaber und war unter anderem 15 Jahre lang Dirigent des Musikvereins Kempten-Sankt Mang, in dem seine Frau und er auch heute noch musizieren.
Was war Ihre persönliche Motivation, in die Politik zu gehen?
In einer Demokratie können nicht alle immer nur auf der Zuschauerbank sitzen. Wenn ab und zu ein Tor fallen soll, müssen ein paar auch aufs Spielfeld gehen. Vor allem aber stimmt es ja gar nicht, dass die Mitwirkungsmöglichkeiten der Bürger sich darin erschöpfen, in bestimmten Abständen Kandidaten, die von den Parteien vorher ausgesucht worden sind, ihre Stimme zu geben oder zu verweigern. Jeder kann mitmachen, jeder kann mitwirken, jeder kann mitgestalten. Demokratie ist eine Bringschuld.
Was wollen Sie als Abgeordneter bewegen? Für welche Themen setzen Sie sich besonders ein?
Die offene Gesellschaft hat nicht nur Freunde, sie hat auch Feinde. Zu ihren Feinden gehören auch die, die sich dessen gar nicht bewusst sind: die Gleichgültigen, die Desinteressierten, die Bedenkenträger, die ständig Negativen. Als Repräsentanten eines obersten Verfassungsorgans dürfen wir nie nachlassen, den demokratischen Gedanken in die Mitte der Gesellschaft zu tragen.
Der Einsatz für die offene Gesellschaft spielt sich vor allem auf den Gebieten der Innen- und Rechtspolitik ab; für sie interessiere ich mich sehr. Aber auch die Bildungspolitik bewegt mich, denn in den Kindergärten, Schulen und Hochschulen entscheidet sich, wie unser Land in 20, 30 und 50 Jahren einmal dastehen wird. Ich möchte dazu beitragen, die Begeisterung für den europäischen Gedanken immer wieder neu zu entfachen; dass seit Jahrzehnten in Mitteleuropa Friede und Freiheit herrschen, war vor 60 Jahren alles andere als selbstverständlich; das sollte man den Menschen immer und immer wieder sagen.
Schließlich möchte ich mitwirken, Vorbehalte gegen die Globalisierung abzubauen; die Verflechtung in ein politisches und wirtschaftliches Ordnungs-, manchmal auch Unordnungssystem, das weit über unsere nationalen Grenzen hinausgreift, hat unser Land wirtschaftlich stark und politisch stabil gemacht; die Chancen der Globalisierung überwiegen ihre Risiken bei weitem; das gilt für alle Länder der Erde.
Haben Sie ein bestimmtes Vorbild?
Viele, aber lassen Sie mich, weil er unlängst verstorben ist, Ralph Dahrendorf nennen. Ich habe einige seiner Bücher und frühen Reden gelesen. Es ist alles klug, was er jemals gesagt und geschrieben hat, und er hat nie irgendetwas relativieren oder korrigieren müssen. Ich wäre ihm gerne einmal begegnet.
Was ist Ihr Lieblingszitat?
"Herr, gib mir den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann; die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann; und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden."
Wie verbringen Sie am liebsten Ihre Freizeit?
Da gibt es zweierlei. Vita activa: Mit meiner Frau und unseren drei kleinen Kindern etwas unternehmen (zum Beispiel auf Burgruinen wandern, Baden, Skifahren, Vorlesen). Vita contemplativa: Bücher lesen (alles) oder Musik hören (insbesondere die späten Klassiker und die Romantiker, vor allem aber immer wieder den heiligen Johann Sebastian, besonders in den Einspielungen von Glenn Gould). MEHR ZUM THEMA:
Thomae ist seit zehn Jahren Mitglied der FDP. Seit 2000 ist er Mitglied im Kreisvorstand der FDP Kempten, seit 2002 im Bezirksvorstand der FDP Schwaben und seit 2004 im Landesvorstand der FDP Bayern. Jetzt wurde er für den Wahlkreis Oberallgäu in den Deutschen Bundestag gewählt. Dort ist er ordentliches Mitglied des Rechts- und des Petitionsausschusses sowie stellvertretendes Mitglied im Finanzausschuss.
Seine Zeit in Indien schlägt sich bis heute in Thomaes gesellschaftlichem Engagement nieder. Er ist Gründungsmitglied der Deutsch-Indischen Juristenvereinigung und engagiert sich seit rund 15 Jahren in verschiedenen Organisationen wie amnesty international und Mehr Demokratie e.V. Der Vater von drei Kindern ist außerdem Musikliebhaber und war unter anderem 15 Jahre lang Dirigent des Musikvereins Kempten-Sankt Mang, in dem seine Frau und er auch heute noch musizieren.
Was war Ihre persönliche Motivation, in die Politik zu gehen?
In einer Demokratie können nicht alle immer nur auf der Zuschauerbank sitzen. Wenn ab und zu ein Tor fallen soll, müssen ein paar auch aufs Spielfeld gehen. Vor allem aber stimmt es ja gar nicht, dass die Mitwirkungsmöglichkeiten der Bürger sich darin erschöpfen, in bestimmten Abständen Kandidaten, die von den Parteien vorher ausgesucht worden sind, ihre Stimme zu geben oder zu verweigern. Jeder kann mitmachen, jeder kann mitwirken, jeder kann mitgestalten. Demokratie ist eine Bringschuld.
Was wollen Sie als Abgeordneter bewegen? Für welche Themen setzen Sie sich besonders ein?
Die offene Gesellschaft hat nicht nur Freunde, sie hat auch Feinde. Zu ihren Feinden gehören auch die, die sich dessen gar nicht bewusst sind: die Gleichgültigen, die Desinteressierten, die Bedenkenträger, die ständig Negativen. Als Repräsentanten eines obersten Verfassungsorgans dürfen wir nie nachlassen, den demokratischen Gedanken in die Mitte der Gesellschaft zu tragen.
Der Einsatz für die offene Gesellschaft spielt sich vor allem auf den Gebieten der Innen- und Rechtspolitik ab; für sie interessiere ich mich sehr. Aber auch die Bildungspolitik bewegt mich, denn in den Kindergärten, Schulen und Hochschulen entscheidet sich, wie unser Land in 20, 30 und 50 Jahren einmal dastehen wird. Ich möchte dazu beitragen, die Begeisterung für den europäischen Gedanken immer wieder neu zu entfachen; dass seit Jahrzehnten in Mitteleuropa Friede und Freiheit herrschen, war vor 60 Jahren alles andere als selbstverständlich; das sollte man den Menschen immer und immer wieder sagen.
Schließlich möchte ich mitwirken, Vorbehalte gegen die Globalisierung abzubauen; die Verflechtung in ein politisches und wirtschaftliches Ordnungs-, manchmal auch Unordnungssystem, das weit über unsere nationalen Grenzen hinausgreift, hat unser Land wirtschaftlich stark und politisch stabil gemacht; die Chancen der Globalisierung überwiegen ihre Risiken bei weitem; das gilt für alle Länder der Erde.
Haben Sie ein bestimmtes Vorbild?
Viele, aber lassen Sie mich, weil er unlängst verstorben ist, Ralph Dahrendorf nennen. Ich habe einige seiner Bücher und frühen Reden gelesen. Es ist alles klug, was er jemals gesagt und geschrieben hat, und er hat nie irgendetwas relativieren oder korrigieren müssen. Ich wäre ihm gerne einmal begegnet.
Was ist Ihr Lieblingszitat?
"Herr, gib mir den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann; die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann; und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden."
Wie verbringen Sie am liebsten Ihre Freizeit?
Da gibt es zweierlei. Vita activa: Mit meiner Frau und unseren drei kleinen Kindern etwas unternehmen (zum Beispiel auf Burgruinen wandern, Baden, Skifahren, Vorlesen). Vita contemplativa: Bücher lesen (alles) oder Musik hören (insbesondere die späten Klassiker und die Romantiker, vor allem aber immer wieder den heiligen Johann Sebastian, besonders in den Einspielungen von Glenn Gould). MEHR ZUM THEMA:




