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    Niebel: Ziel ist Sicherheit und Stabilität in Afghanistan

    Dirk Niebel Dirk Niebel (03.06.2010) Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) eröffnete am Mittwoch das Deutsche Haus in Mazar-e Sharif. Künftig werden alle staatlichen deutschen Entwicklungsorganisationen, die im Norden Afghanistans tätig sind, unter einem Dach vertreten sein. Es sei nun das vordringliche Ziel, im Land für Sicherheit und Stabillität zu sorgen, betonte er im Interview mit dem ''Deutschlandfunk''.
Mit der Einweihung des Deutschen Hauses sei ein Zeichen für die "Fortsetzung und Ausweitung einer langfristigen, vertrauensvollen Kooperation Deutschlands und Afghanistans" gesetzt werden, so Niebel. Bei der Einweihungszeremonie waren auch Gouverneur Mohamed Atta Noor sowie zahlreiche Würdenträger der Provinz Balkh vertreten.

Im Anschluss besichtigte Bundesminister Niebel ein Straßenbauprojekt von regionaler Bedeutung. Die Bauarbeiten an den ersten 14 Kilometern hatten Ende 2009 begonnen. Nach Fertigstellung der Straße, welche die Provinz Balkh auf direktem Wege mit der Nachbarprovinz Kundus verbinden wird, werden etwa 1,7 Millionen Menschen davon profitieren. Die bessere Verbindung soll durch niedrigere Transportkosten den Handel in der Region beleben.

Gute Regierungsführung ist der Schlüssel zu nachhaltiger Stabilisierung

Zudem besuchte Niebel den Distrikt Kholm, wo sich der Liberale davon überzeugte, wie die unterschiedlichen deutschen Maßnahmen der "Entwicklungsoffensive Nord" im Bereich des zivilen Wiederaufbaus und der Entwicklung ineinandergreifen. Die Bundesregierung unterstützt dort parallel Maßnahmen zur nachhaltigen Wirtschaftsförderung, zur Lehrerausbildung, im Bereich der Polizei- und Justizausbildung sowie Maßnahmen zum Flutschutz. In Kürze soll der Distrikt mit deutscher Hilfe auch an die Stromversorgung angeschlossen werden. "Die Entwicklungszusammenarbeit in Afghanistan soll mehr in die Fläche gehen und mehr Menschen, gerade dort, wo Deutschland für die Sicherheit Verantwortung trägt, direkt erreichen", erklärte Niebel.

Er kündigte darüber hinaus an, Reformkräfte im afghanischen Staat weiterhin zu unterstützen und staatliche Strukturen in Nordafghanistan noch leistungsfähiger und effizienter zu machen. "Verbesserungen bei guter Regierungsführung sind die Schlüsselvoraussetzung für eine nachhaltige Stabilisierung Afghanistans", ist der Entwicklungsminister überzeugt.

Werteorientierte Entwicklungszusammenarbeit in Afghanistan

"Die Entwicklungszusammenarbeit der Bundesregierung ist werteorientiert, aber sie ist durchaus auch interessengeleitet", sagte der Liberale im Interview mit dem "Deutschlandfunk". Im Falle von Afghanistan sei aber das vordringliche Ziel das Land zu stabilisieren und für Sicherheit zu sorgen, damit dort die Ausbildung von Terroristen in Zukunft nicht mehr möglich sein wird. Durch werteorientierte Entwicklungszusammenarbeit soll gute Regierungsführung in Afghanistan unterstützt und damit die Durchsetzung der Menschenrechte vorangetrieben werden, erklärte Niebel. MEHR ZUM THEMA:

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