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    Pinkwart: Deutschland nicht länger Stipendien-Entwicklungsland

    Stipendien als zweite Säule der Studienfinanzierung Stipendien als zweite Säule der Studienfinanzierung

    (05.03.2010) "Das von uns vorgeschlagene System sorgt dafür, dass Deutschland nicht länger Entwicklungsland ist in Sachen Stipendien", erklärte NRW-Innovationsminister Andreas Pinkwart (FDP) bei der Bundestagsdebatte zur Studienfinanzierung. Des Weiteren betonte er, die schwarz-gelbe Koalition werde sich das "zarte Pflänzchen Stipendienkultur" keinesfalls von einer Allianz aus Staatszentristen und Bildungsideologen zertrampeln lassen.

"Genug für den Sohn aus gut betuchtem Hause, aber bestimmt nicht für junge Menschen mit weniger vermögenden Eltern", bewertete Pinkwart die verhaltenen Versuche in sieben Jahren Rot-Grün, ein zeitgemäßes Studienfinanzierungssystem auf die Beine zu stellen. Klassische Bildungsaufsteiger, wie Fachhochschüler, seien beispielsweise in der damaligen Förderung "sträflich vernachlässigt" worden, kritisierte der Liberale. Damit seien soziale Schranken zementiert und nicht überwunden worden.

Pinkwart: Opposition blockiert Ausbau der Studienfinanzierung
Andreas Pinkwart
Andreas Pinkwart
Die Opposition blockiert die Errichtung einer zweiten Säule der Studienfinanzierung. Ein Stipendiensystem parallel zum BAföG birgt eine riesige Chance für die Bildungsrepublik Deutschland, findet der Liberale. Darüber hinaus laufe die Opposition mit ihrem Einspruch gegen ein Stipendiensystem gegen etwas Sturm, dass sie jahrelang selber gefordert hat, hob er hervor.

Die Erfolge der Förderung durch Stipendien in NRW führte Pinkwart als Beweis dafür an, dass Bürger, Unternehmen und Stiftungen bereit sind, Verantwortung für die Studienfinanzierung zu tragen. "Ich frage mich also ernsthaft, welcher Teufel die Opposition reitet, ein nationales Stipendiensystem abzulehnen. Mit welchem Recht wollen Sie hier zivilgesellschaftliches Engagement einfach abwürgen?", wollte Pinkwart von der Opposition wissen.

Der NRW-Innovationsminister lobte außerdem die enorme Hebelwirkung der Förderung durch Stipendien. Für die Studierenden würden hierdurch nicht nur enorme Summen mobilisiert. "Vielerorts sind schon umfangreiche Begleitprogramme wie Mentoring etc. gestartet worden", erklärte er.

"Aus all diesen Gründen werden wir uns das zarte Pflänzchen Stipendienkultur, das wir in NRW geschaffen haben, keinesfalls von einer Allianz aus Staatszentristen und Bildungsideologen zertrampeln lassen", machte Pinkwart deutlich.

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