Portal Liberal
der FDP, FDP-Fraktion und der Stiftung für die Freiheit

Navigation

Inhalt

  • FDP-Fraktion | Urheberrechte im Internet

    Piraterie-Studie bringt Debatte voran

    Urheberrechte schützen ohne Freiheit im Netz zu gefährden (03.02.2012) Eine neue Studie hat Modelle untersucht, mit denen der Verletzung von Urheberrechten im Internet durch Warnhinweise begegnet werden kann. Für die Medienpolitiker der FDP-Fraktion, Burkhardt Müller-Sönksen und Sebastian Blumenthal, bringt das Gutachten die Debatte in Deutschland um Piraterie im Web voran. Die Interessen von Rechte-Inhabern und Kreativen müssten geschützt werden, ohne die Freiheit im Netz zu gefährden, so die Liberalen.
Die "Durchsetzbarkeit des Urheberrechts im Digitalen Zeitalter" ist aus Sicht von Müller-Sönksen und Blumenthal eine zentrale netzpolitische Aufgabe. Die vom Bundeswirtschaftsministerium beauftragte Studie befasst sich damit, wie verschiedene europäische Länder mit der illegalen Verbreitung geschützter Inhalte im Internet umgehen. So sieht ein in Frankreich eingesetztes Verfahren vor, in Zusammenarbeit mit den Zugangsanbietern Warnhinweise zu versenden, bevor die Ermittlungsbehörden eingeschaltet werden.

Blumenthal: Netz- und Zugangssperren kommen nicht in Frage



Sebastian Blumenthal
Sebastian Blumenthal
Die FDP-Fraktion hat angekündigt, die Ergebnisse der Studie sorgfältig zu prüfen. Für den Vorsitzenden des Unterausschusses Neue Medien, Sebastian Blumenthal, steht fest: "Die Balance zwischen Freiheit und Rechtssicherheit ist für die FDP entscheidend."

Das Sperren des Zugangs zu Angeboten im Netz komme für die Liberalen genauso wenig in Frage wie sogenannte "Three-Strikes"-Modelle. Bei dieser "abgestuften Erwiderung" folgt auf zwei leichte Sanktionen gegen einen festgestellten Verstoß eine harte Strafe, in der Regel der Entzug des Internet-Zugangs.

Müller-Sönksen: Interessen von Nutzern und Anbietern ausgleichen



Burkhardt Müller-Sönksen
Burkhardt Müller-Sönksen
"Berechtigte Schutzinteressen" der Rechte-Inhaber dürften dennoch nicht vernachlässigt werden, so Blumenthal weiter. Das Urheberrecht setze auch "Anreize für neue Ideen", ergänzt der medienpolitische Sprecher der FDP im Bundestag, Müller-Sönksen.

Er plädiert für einen "fairen Ausgleich" der Interessen von Nutzern und Anbietern, um es Kreativen zu ermöglichen, über die Verwendung ihrer Produkte selbst zu entscheiden, "ohne die Freiheit des Netzes in Frage zu stellen".

Das BMWi will das Gutachten im Rahmen des "Wirtschaftsdialogs zur Bekämpfung von Internetpiraterie" im März 2012 vorstellen und mit Unternehmern aus der Internet- und Medienbranche über mögliche politische Schlussfolgerungen diskutieren. MEHR ZUM THEMA:

Wachstums-Kampagne

Freiheit bewegt - www.freiheit-bewegt.de

Video: Internationale Politik der Stiftung

Koalitionsvertrag

Newsletter der Stiftung bestellen!

Liberal Vierteljahresheft bestellen