"Deutschland kann es besser" – unter diesem Motto hatte die FDP mit einem eigens für die Bundestagswahl gegründeten Kampagnenverbund den diesjährigen Bundestagswahlkampf bestritten. Der aus insgesamt zehn genannten Agenturen bestehende Verbund rund um das „FDP Ideen-Reich“ ist in dieser Form in der politischen Kommunikation bislang einzigartig und orientiert sich an der Idee der „Weisheit der Vielen“.
Als „Kreativ-Koordinator“ konnte der ehemalige BBDO-Chairman Helmut Andreas Hartwig gewonnen werden, der die FDP bereits seit dem Bundestagswahlkampf 2005 berät. In dieser Funktion leitete er eine Strategie-Runde u.a. mit Egbert Deekeling, Karl-Heinz Heuser, Martin Hubert, Jürgen Knauss, Prof. Coordt von Mannstein und Willi Schalk, die die Gesamtkonzeption entwickelt haben.
Es ging vor allem darum, in einem „Wahlkampf von unten“ mit weitgehendem „consumer generated campaigning“ auch in einer genau dazu passenden Agenturstruktur zu arbeiten.
"Das ist ein toller Erfolg für alle, die an dieser Kampagne mitgewirkt haben", sagte der ehemalige FDP-Bundesgeschäftsführer Hans-Jürgen Beerfeltz, der den Preis stellvertretend für den Kampagnenverbund entgegennahm. Und die kommissarische Bundesgeschäftsführerin Gabriele Renatus versprach: "Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung und sehen es als Ansporn auch weiterhin auf Dialog und Bürgernähe zu setzen."
Beerfeltz, der Anfang November mit seiner Berufung zum Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung seine Tätigkeit in der Parteizentrale beendet hat, erklärte den Erfolg der FDP auch mit der Bürgernähe der Partei, die zu einem großen zusätzlichen Wettbewerbsvorteil für die Liberalen geworden ist. Es habe sich wieder gezeigt, dass „wir für viele am dichtesten von allen Parteien dran am gesunden Menschenverstand sind. Das vergrößert unsere Sympathie und unsere Nähe zu den Menschen.“
Auf den direkten Dialog, auf den erfolgreichen „Wahlkampf von unten“, auf die Bindung und Einbindung großer Netzwerke sei es 2009 wahlentscheidend angekommen. „Es gewinnt, wer näher am Einzelnen ist“, so Beerfeltz. „Keine Partei kann 'Dialog' besser als unsere FDP. Wir stehen für mehr Freiheit des Einzelnen. Uns fällt es prinzipiell leicht, den direkten, den dezentralen und den selbständigen Wahlkampf zu machen“.
An dieses Prinzip knüpft auch die kommissarische FDP-Bundesgeschäftsführerin Gabriele Renatus an. Die FDP wolle sich weiter verbreitern, so Renatus. Daher setze man nun erst recht auf den Dialog, so die Liberale, die für die kommenden Monate eine Mitgliederwerbekampagne ankündigte. Die FDP wolle nicht nur weiter Wahlen, sondern auch weitere Unterstützer und Mitglieder gewinnen.


