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    Rote Hände gegen den Einsatz von Kindersoldaten

    Nicole Bracht-Bendt beim Aktionsstand zum Red Hand Day im Paul-Löbe-Haus  (08.02.2012) "Gemeinsam öffentlich die Hand heben gegen Gräueltaten, zu denen Kinder weltweit gezwungen werden." Das wollte die Vorsitzende der Kinderkommission, Nicole Bracht-Bendt, mit dem Aktionsstand im Paul-Löbe-Haus erreichen. Besucher, Abgeordnete und Mitarbeiter waren eingeladen, ihren roten Handabdruck als Zeichen des Protests zu hinterlassen. Am Stand sammelten die Schüler der 8. Klasse des Johann-Rist-Gymnasiums die roten Handabdrücke der Anwesenden.
Angestoßen wurde die Aktion im Bundestag von den Schülern der 8. Klasse des Johann-Rist-Gymnasiums in Wedel. Die Schüler hatten im Unterricht das Thema Kindersoldaten behandelt und sich daraufhin an die Kinderkommission gewandt. Die Schüler kamen extra nach Berlin, um den Stand zu unterstützen und rote Handabdrücke zu sammeln.

Schröder_Bracht-Bendt_Red Hand Day_2012
Auch Familienministerin Kristina Schröder unterstützt den Red Hand Day.
Über eine Viertelmillion Kinder kämpft weltweit in Kriegen und bewaffneten Konflikten. Kinder werden gegen ihren Willen rekrutiert und als billige, leicht zu manipulierende Soldaten eingesetzt. Allein in Afrika gibt es nach Angaben der Vereinten Nationen über 100.000 Kindersoldaten. Bracht-Bendt wandte sich direkt an die Schüler und verwies auf die vielfältigen Aktivitäten der deutschen Regierung und Ministerien, die sich mit dem Thema Kinder in bewaffneten Konflikten auseinandersetzen. "Aber machen wir uns keine Illusionen. Diese Hilfen laufen in vielen Fällen noch ins Leere. Einige Armeen und Bürgerkriegsparteien leugnen die Existenz von Kindersoldaten, weil sie Sanktionen befürchten", betonte Bracht-Bendt.

Hintergrund:



Am 12. Februar 2002 trat das Protokoll über die Beteiligung von Kindern an bewaffneten Konflikten zur UN-Kinderrechtskonvention in Kraft. Die Unterzeichner verpflichten sich, keine Personen unter 18 Jahren an Kampfhandlungen zu beteiligen oder gegen ihren Willen zu rekrutieren. Bis 2012 sollte das Protokoll von allen UN-Mitgliedsstaaten ratifiziert sein. Dies ist bislang leider nicht gelungen. MEHR ZUM THEMA:

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