Das Erdbeben hat den Inselstaat mit Stärke 7,0 auf der Richterskala erschüttert. Das Epizentrum lag etwa 20 Kilometer westlich der Hauptstadt Port-au-Prince. Über die Zahl der Opfer und das Ausmaß der Schäden lässt sich derzeit nur spekulieren. Die haitianische Regierung befürchtet jedoch zwischen 50.000 und 100.000 Toten. Etwa drei der neun Millionen Einwohner Haitis sind nach Angaben des Roten Kreuzes in Not.
Westerwelle: Mitgefühl und Solidarität gilt den Opfern der Katastrophe
Außenminister Guido Westerwelle (FDP) und Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel (FDP) beschlossen die Aufstockung der deutschen Hilfe nach einer gemeinsamen Sitzung mit dem Krisenstab. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit erhöht seine Nahrungsmittelhilfe auf 2,5 Millionen Euro. Das Auswärtige Amt leistet nunmehr humanitäre Soforthilfe in Höhe von 5 Millionen Euro.
Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel (FDP) sagte der "Saarbrücker Zeitung", dass die internationale Hilfe bislang erst einen Bruchteil der drei Millionen betroffenen Haitianer erreicht habe. "Dies muss in den nächsten Tagen dringend ausgeweitet werden", so Niebel. Auch müsse die Sicherheitslage weiterhin unter Kontrolle bleiben. Er erwarte daher durch die Zusage der USA, Soldaten zur Unterstützung nach Haiti zu entsenden, eine weitere Verbesserung der Situation.
Niebel bezeichnete die Lage im Katastrophengebiet als "verheerend". "Zahlreiche Krankenhäuser wurden zerstört, in den wenigen funktionierenden Kliniken und Feldlazaretten kommen die Helfer nicht nach", so der Minister.
Zusätzlich hat Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) die Verbände der Gesundheitswirtschaft um Spenden für die notleidende Bevölkerung in Haiti gebeten. Zahlreiche Verbände und Unternehmen der Pharmaindustrie und der Medizinprodukte-Industrie haben daraufhin spontan ihre Unterstützung angekündigt. "Schnelle und gut koordinierte Hilfe ist jetzt notwendig", so Rösler. Nun werden in Abstimmung mit dem Auswärtigen Amt und der Hilfsorganisation Aktion Medeor die Spenden weitergeleitet. Es soll sichergestellt sein, dass vor Ort die bestmögliche Unterstützung geleistet werden kann.
Außenminister Westerwelle kündigte zudem an, er werde sich in den kommenden Tagen intensiv mit den internationalen Partnern Deutschlands abstimmen. Er hatte sich bereits in der vergangenen Woche in Gesprächen einen Überblick verschafft. Er zeigte sich nach einem Gespräch mit dem deutschen Botschafter in Haiti "bestürzt von dem sich abzeichnenden Ausmaß der Erdbebenkatastrophe". Am Donnerstag hatte Westerwelle veranlasst, dass unverzüglich ein Krisenstab einberufen wird. Dieser solle prüfen, ob Deutsche durch das Erdbeben betroffen sind und was getan werden kann, um im Katastrophengebiet zu helfen. Auch der haitianische Botschafter in Deutschland, Jean Robert Saget, nahm an der Sitzung teil und bedankte sich für die schnelle Hilfe der Bundesregierung.
In einem Kondolenzschreiben des Bundesaußenministers an seine haitianischen Amtskollegin Marie-Michèle Rey sprach Westerwelle der haitianischen Regierung und der Bevölkerung sein aufrichtiges Beileid aus. „Unser Mitgefühl und unsere ganze Solidarität gilt den Opfern der Katastrophe, ihren Angehörigen und all jenen, die durch die Naturkatastrophe ihr Hab und Gut verloren haben“, erklärte er. Die Bundesregierung wird der Republik Haiti mit jeder möglichen Hilfe zur Seite stehen, versicherte der liberale Außenminister.
Aktion Deutschland Hilft
Stichwort: Erdbeben Haiti
Spendenkonto: 10 20 30
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ: 370 205 00
Aktionsbündnis Katastrophenhilfe
Telefon-Hotline: 0137 36 36 36
(Max. 18 ct/Min. aus dem Festnetz der Dt. Telekom, Mobil teurer)
Ärzte der Welt e.V.
Stichwort: Nothilfe Haiti
Spendenkonto: 2 88 88
Bayerische Landesbank
BLZ: 700 500 00
Ärzte ohne Grenzen e.V.
Stichwort: Haiti
Spendenkonto: 97 0 97
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ: 370 205 00
Care Deutschland-Luxemburg e.V.
Stichwort: Nothilfe Haiti
Spendenkonto: 44040
Sparkasse KölnBonn
BLZ:370 501 98
Caritas international
Stichwort: Erdbeben Haiti
Spendenkonto: 202
Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe
BLZ: 660 205 00
Deutsches Rotes Kreuz
Stichwort: Haiti
Spendenkonto: 41 41 41
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ: 370 205 00
Deutsche Welthungerhilfe e.V.
Stichwort: Nothilfe Haiti
Spendenkonto: 11 15
Sparkasse KölnBonn
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Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel (FDP) sagte der "Saarbrücker Zeitung", dass die internationale Hilfe bislang erst einen Bruchteil der drei Millionen betroffenen Haitianer erreicht habe. "Dies muss in den nächsten Tagen dringend ausgeweitet werden", so Niebel. Auch müsse die Sicherheitslage weiterhin unter Kontrolle bleiben. Er erwarte daher durch die Zusage der USA, Soldaten zur Unterstützung nach Haiti zu entsenden, eine weitere Verbesserung der Situation.
Niebel bezeichnete die Lage im Katastrophengebiet als "verheerend". "Zahlreiche Krankenhäuser wurden zerstört, in den wenigen funktionierenden Kliniken und Feldlazaretten kommen die Helfer nicht nach", so der Minister.
Zusätzlich hat Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) die Verbände der Gesundheitswirtschaft um Spenden für die notleidende Bevölkerung in Haiti gebeten. Zahlreiche Verbände und Unternehmen der Pharmaindustrie und der Medizinprodukte-Industrie haben daraufhin spontan ihre Unterstützung angekündigt. "Schnelle und gut koordinierte Hilfe ist jetzt notwendig", so Rösler. Nun werden in Abstimmung mit dem Auswärtigen Amt und der Hilfsorganisation Aktion Medeor die Spenden weitergeleitet. Es soll sichergestellt sein, dass vor Ort die bestmögliche Unterstützung geleistet werden kann.
Außenminister Westerwelle kündigte zudem an, er werde sich in den kommenden Tagen intensiv mit den internationalen Partnern Deutschlands abstimmen. Er hatte sich bereits in der vergangenen Woche in Gesprächen einen Überblick verschafft. Er zeigte sich nach einem Gespräch mit dem deutschen Botschafter in Haiti "bestürzt von dem sich abzeichnenden Ausmaß der Erdbebenkatastrophe". Am Donnerstag hatte Westerwelle veranlasst, dass unverzüglich ein Krisenstab einberufen wird. Dieser solle prüfen, ob Deutsche durch das Erdbeben betroffen sind und was getan werden kann, um im Katastrophengebiet zu helfen. Auch der haitianische Botschafter in Deutschland, Jean Robert Saget, nahm an der Sitzung teil und bedankte sich für die schnelle Hilfe der Bundesregierung.
In einem Kondolenzschreiben des Bundesaußenministers an seine haitianischen Amtskollegin Marie-Michèle Rey sprach Westerwelle der haitianischen Regierung und der Bevölkerung sein aufrichtiges Beileid aus. „Unser Mitgefühl und unsere ganze Solidarität gilt den Opfern der Katastrophe, ihren Angehörigen und all jenen, die durch die Naturkatastrophe ihr Hab und Gut verloren haben“, erklärte er. Die Bundesregierung wird der Republik Haiti mit jeder möglichen Hilfe zur Seite stehen, versicherte der liberale Außenminister.
Aktion Deutschland Hilft
Stichwort: Erdbeben Haiti
Spendenkonto: 10 20 30
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Spendenkonto: 202
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