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  • FDP | Wirtschaftspolitik | Kommentare (1)

    Rösler: Wir sind bestens gerüstet

    Philipp Rösler (02.01.2012) Trotz Schulden-Krise und erwarteter Abkühlung der Konjunktur sieht Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) 2012 optimistisch entgegen. "Unsere Wirtschaft zeigt sich ausgesprochen robust, auch wenn das wirtschaftliche Umfeld sowohl auf internationaler als auch auf europäischer Ebene schwieriger geworden ist", sagte Rösler dem "Handelsblatt". Jetzt müsse Europa zusammen rücken, "um in Konkurrenz zu den amerikanischen und asiatischen Märkten erfolgreich zu sein."
„Die Entscheidung für unsere gemeinsame Währung war deshalb richtig", sagte Rösler dem "Handelsblatt". Gerade für Deutschland als Exportnation sei ein stabiler Euro Grundlage für Wachstum und Wohlstand. Die Euro-Krise ist nach Ansicht des FDP-Vorsitzenden zu meistern. "Auch wenn wir einen langen Atem brauchen: Mit den jüngsten Beschlüssen für eine Stabilitätsunion hat Europa den Weg geebnet, dass der Euro gestärkt aus der Krise hervorgehen kann", sagte Rösler.

Auch FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle erwartet 2012 entscheidende Weichenstellungen für die Euro-Rettung. "Wir sind auf dem Weg zu einer Stabilitätsunion. Die Aufgabe ist schwierig. Aber sie nicht anzupacken, heißt zu scheitern. Die Erfolge unserer Bemühungen werden langsam sichtbar", sagte Brüderle in einem dpa-Gespräch.

2012 keine Wirtschaftskrise



Erfolge sind in Deutschland im Feld der Wirtschaft zu verzeichnen. Rösler hält die deutschen Unternehmen für robust. "Wir sind bestens gerüstet, um die zu erwartende wirtschaftliche Eintrübung im Winterhalbjahr zu bewältigen", sagte er. Es komme jetzt auch darauf an, die Wachstumskräfte in diesem Jahr weiter zu stärken. „Hierbei kommt zum Beispiel der Sicherung der Fachkräftebedarfs und der Konsolidierung des Staatshaushalts eine wichtige Rolle zu“, sagte der Bundeswirtschaftsminister.

Als Grund für die Entwicklung nannte Rösler die strukturellen Reformen in der Vergangenheit, denen der damit ausgelöste Aufschwung am Arbeitsmarkt zu verdanken sei. Die Binnenwirtschaft stütze mehr und mehr das Wachstum.

Deutschland geht es gut



Unterstützung kommt vom Chef des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Wolfgang Franz. Die deutsche Wirtschaft werde 2012 zwar wohl nur um 0,5 Prozent wachsen. In dem im November vorgelegten Jahresgutachten gingen die Wirtschaftsweisen noch von einer fast doppelt so hohen Zuwachsrate aus. "Aber eine Rezession befürchte ich nicht - erst recht nicht eine so starke wie 2009, als das Bruttoinlandsprodukt um rund fünf Prozent absackte", sagte er.

Die Zahl der Beschäftigten sei so hoch wie nie, die Kapazitäten der Industrie seien besser ausgelastet als im langjährigen Durchschnitt, die Unternehmen seien gesund und zuversichtlich.

Die Deutschen selbst sind nach Einschätzung des Hamburger Zukunftsforschers Horst Opaschowski krisenresistent geworden und blicken überwiegend voller Zuversicht aufs neue Jahr. "Von Alarmismus und Krisenangst wollen die Menschen wenig wissen", sagte Opaschowski. "Dem Jahr 2012 sehen die Deutschen relativ gelassen entgegen."

Arbeitslosenzahlene: 2011 womöglich bestes Jahr seit 1991



Von der Höhe der Dezemberzahlen hängt ab, ob im vergangenen Jahr im Durchschnitt die geringste Arbeitslosigkeit seit 19 oder seit 20 Jahren verzeichnet wurde. Bei einem geringen Dezemberanstieg würde der Jahresdurchschnitt von 2,979 Millionen im Jahr 1992 voraussichtlich noch unterboten. Bei der Erwerbstätigkeit preschte das Statistische Bundesamt vor und vermeldete bereits am Montag für 2011 das Allzeithoch von 41,04 Millionen Erwerbstätigen mit Wohnort in Deutschland. Das seien 535.000 mehr gewesen als im Jahresschnitt 2010. MEHR ZUM THEMA:

Kommentare

Wir sind bestens gerüstet?

Woher nehmen Sie diese Sichtweise? Weder Wirtschaftslage noch Beschäftigungsituation sind gut. Vielleicht ist es sinnvoll, Selbsteinschätzung und Zukunftmaßnahmen mehr an Realität als an Propaganda zu orientieren....? Beispiele: http://www.querschuesse.de/erneut-schwache-reale-einzelhandelsumsatze-fur-deutschland/ http://ww.nachdenkseiten.de/?p=11752#h01 Was ist Ihr konkretes Maßnahmenprogramm, um diese Situation wirklich zu ändern? Viele Grüße, del
Von: Dieter Linke | 07.01.2012 - 01:02

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