In der aktuellen Forsa-Umfrage verlieren eigentlich alle Parteien, nur die FDP bleibt stabil und die Linken befinden sich mit vier Prozentpunkte Zugewinn auf jetzt 14 Prozent im Aufwind. Die Union fällt um einen Punkt auf 35 Prozent, die SPD verschlechtert sich um einen Punkt auf 21 Prozent. Die Grünen rutschen um 2 Punkte auf 10 Prozent ab.
FDP-Partei- und Fraktionschef Guido Westerwelle geht aufgrund der Umfrageergebnisse mit "Rückenwind" in den Wahlkampf, sagte er der "Stuttgarter Zeitung" und den "Badischen Nachrichten".
Sorgen mache nur die schwindende Zustimmung für die Union. Diese solle sich endlich klar positionieren. "Seit Monaten appelliere ich ja auch an die Damen und Herren von der CSU, nicht länger aufs falsche Tor zu schießen, sondern zu begreifen, dass es darum geht, eine Linksregierung zu verhindern", so Westerwelle. Gelaufen sei das Rennen noch nicht.
Westerwelle zeigte sich mit der bisherigen Strategie zufrieden. Die FDP werde demnach mit drei Eigenschaften identifiziert: "Sie ist erstens klar. Bei uns weiß man, woran man ist. Die FDP ist zweitens geschlossen, und sie ist drittens glaubwürdig." Die Bürger wüssten, dass die Liberalen "zwar regieren wollen, aber eben nicht um jeden Preis".
Zudem seien viele Bürger dankbar, "dass wir auch in der Wirtschafts- und Finanzkrise die Fahne der sozialen Marktwirtschaft hoch gehalten haben, betonte Westerwelle.
Der liberale Parteichef setzt auch in der Schlussphase auf ein starkes Auftreten seiner Partei. Je mehr Muskeln ihr die Wähler gäben, desto mehr könne man durchsetzen, so Westerwelle. Unterstützung für diese These bekommt Westerwelle auch von der Wochenzeitung "Die Zeit". Diese schreibt, dass man nur mit einer Stimme für die Liberalen sicher eine schwarz-gelbe Koalition wähle.
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