Vergangenen Freitag wurden die Ergebnisse des Belastungstests veröffentlicht. Bei dem Stresstest wurden verschiedene Krisenszenarien durchgespielt, um herauszufinden, ob die Eigenkapitaldeckung der Geldhäuser ausreicht. Die Messlatte, um den Test bestehen zu können, lag bei einer Kernkapitalquote von sechs Prozent.
FDP-Finanzexperte Björn Sänger sieht in dem europäischen Stresstest einen ersten Schritt, um zu zeigen, dass die Banken in Europa besser aufgestellt sind als allgemein angenommen. "So wird das Vertrauen in die Finanzmärkte wieder gestärkt. Für die Zukunft sollte der Test allerdings europaweit einheitlich gehandhabt werden und weniger länderspezifische Besonderheiten berücksichtigen, die dann den Eindruck erwecken könnten, der Stresstest wäre zu wenig objektiv", erklärt Sänger.
Nach Ansicht des liberalen Finanzexperten müssen die Ergebnisse jetzt für die weitere Regulierung Beachtung finden. "Die christlich-liberale Koalition wird auf eine Anpassung der Rahmenbedingungen für den Aufbau von Eigenkapital zeitnah hinwirken. So haben wir unter anderem mit der Umsetzung der Kapitaladäquanzrichtlinie einen Schritt in diese Richtung gemacht. Jetzt muss auf europäischer Ebene auf einheitliche Regelungen hingewirkt werden", so Sänger.
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