Mit ihrer fünftägigen Reise durch die baltischen Staaten und Polen wollte die Staatsministerin die Rolle der deutschen Kultur- und Bildungsarbeit in den jeweiligen Ländern unterstreichen. Zu diesem Zweck traf sich Pieper mit den Außen- und Kultusministern sowie Kulturmittlern und Kulturschaffenden.
In Riga besuchte die Delegation aus Deutschland das Goethe-Institut, sprach mit Hochschulangehörigen und dem lettischen Kulturminister Ints Dalgeris. Im Anschluss wurde das Wagner-Haus besichtigt. Es gibt Überlegungen, das ehemalige Deutsche Theater zu einem deutschen Kulturhaus zu entwickeln, was von beiden Seiten begrüßt werden würde. "Ich würde mich sehr freuen, wenn es gelänge, bis 2014, wenn Riga Kulturhauptstadt Europas sein wird, ein solches Projekt der deutsch-lettischen Verbundenheit umzusetzen", so Happach-Kasan.
Im litauischen Wilna wohnte die Delegation einem Treffen der Partnerschulen (PASCH) des Ostseeraums bei. Beim Gespräch mit dem Außenminister Vygaudas Usackas und dem deutschen Botschafter in Wilna, Peter Annen, wurde aus der Delegation der Wunsch geäußert, die deutsche Sprache besser im litauischen Schulsystem zu verankern. Dies würde jungen Menschen aus Litauen den Zugang zu deutschen Hochschulen erleichtern und das Tourismusprofil des Landes stärken.
Im Mittelpunkt des abschließenden Polenaufenthalts, welches Staatsministerin Pieper erstmals als Koordinatorin für die deutsch-polnische Zusammenarbeit besuchte, stand ein Meinungsaustausch mit dem Deutschland-Beauftragten von Ministerpräsident Donald Tusk, dem Staatssekretär Wladyslaw Bartoszewski sowie Vertretern aus dem Bereich Wirtschaft und des deutsch-polnischen Forums.
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