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    Stasi-Überprüfung verlängern und ausweiten

    Reiner Deutschmann

    (09.08.2010) Die FDP-Fraktion setzt sich für eine systematische Stasi-Überprüfung im öffentlichen Dienst ein – auch bei leitenden Beamten und im Bundestag selbst. Um dies zu ermöglichen, will die schwarz-gelbe Koalition das Stasi-Unterlagen-Gesetz ändern und die Überprüfungen bis 2019 verlängern, kündigte der zuständige FDP-Berichterstatter Reiner Deutschmann an. Eine gesonderte Untersuchung soll die Stasi-Verbindungen von Abgeordneten zwischen 1949 und 1990 ermitteln.

Noch in diesem Jahr will die schwarz-gelbe Koalition eine Novelle des Stasi-Unterlagen-Gesetzes auf den Weg bringen, um Überprüfungen des öffentlichen Dienstes bis zum Ende des Jahrzehnts zu ermöglich. Derzeit sind sie laut Gesetz nur bis 2011 vorgesehen. Zudem soll „der Kreis ausgeweitet werden auf Beamte und Angestellte in leitenden Funktionen beziehungsweise in vergleichbaren verantwortungsvollen Tätigkeiten“, sagte Deutschmann der „Mitteldeutschen Zeitung“. Bisher bezieht sich das Gesetz nur auf die oberste Leitungsebene. Deutschmann ist FDP-Berichterstatter im zuständigen Bundestagsausschuss für Kultur und Medien.

Die Koalition will außerdem eine Studie in Auftrag geben, die die Stasi-Verbindungen von Bundestagsabgeordneten zwischen 1949 und 1990 untersuchen soll. So soll ermittelt werden, welche Abgeordneten für die Staatssicherheit tätig waren und welche Auswirkungen diese Verbindungen auf die Gesetzgebung hatten.

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