Bundespräsident Horst Köhler würdigte Otto Graf Lambsdorff als einen der bedeutendsten Politiker in der deutschen Nachkriegsgeschichte. Lambsdorff habe mit seinem einzigartigen wirtschaftlichen Sachverstand und seinen fundierten ordnungspolitischen Grundsätzen Jahrzehnte lang wesentliche politische Entscheidungen mitgestaltet und mitverantwortet, schrieb Köhler in einem Kondolenzbrief an Lambsdorffs Witwe.
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den verstorbenen FDP-Ehrenvorsitzenden als menschlich wie politisch herausragenden Liberalen gewürdigt. In der Wirtschaftspolitik habe er Deutschland lange Jahre hindurch ordnungspolitisch geprägt. Auch jenseits der Tagespolitik habe Lambsdorff in sensiblen Fragen wie der deutschen Entschädigung der Zwangsarbeiter des Zweiten Weltkrieges bleibende Maßstäbe gesetzt.
"Er war für viele in der FDP ein absolutes Vorbild", erklärte der Vizepräsident des Bundestags, Hermann Otto Solms, im Gespräch mit dem "Deutschlandradio Kultur ". "Er wird mir fehlen und uns fehlen als stetiger Mahner und Ratgeber gerade im Hinblick darauf, dass wir die Grundprinzipien einer liberalen Gesellschaftsordnung einhalten müssen. Das gilt nicht nur für die soziale Marktwirtschaft, das gilt auch für seinen Einsatz zur Verteidigung der Bürger- und Menschenrechte", sagte Solms.
Der frühere Bundesinnenminister Gerhart Baum (FDP) würdigte Graf Lambsdorff als „prägende Kraft“. Lambsdorff „war eine herausragende liberale Persönlichkeit“, aber auch ein „Freund der Kontroverse", sagte Baum im ARD-Morgenmagazin. "Er war geradlinig, offen und vertrat klare Ansichten. Man konnte sich hundertprozentig auf ihn verlassen", so Baum, der von 1978 bis 1982 mit Graf Lambsdorff Mitglied der sozial-liberalen Regierung war.
Der FDP-Ehrenvorsitzende und ehemalige Bundespräsident, Walter Scheel, erklärt, dass Deutschland und
die Liberalen einen ihrer Besten verloren haben. Mit Lambsdorff sei einer der engsten Weggefährten seines politischen Lebenslaufes verstorben. "Wir haben jahrzehntelang zusammengearbeitet und uns gegenseitig mit großem Respekt geachtet. Er hat die soziale Marktwirtschaft wie kein anderer fortentwickelt", so Scheel. Als einen der Höhepunkt in Lambsdorffs Karriere wertet Scheel dessen Aufgabe, die beiden liberalen Parteien aus Ost und West zu vereinen. "Wir alle und ich ganz besonders haben seine markanten Analysen bis zuletzt über die Maßen geschätzt. Ich trauere sehr und habe der Familie heute kondoliert. Ich werde ihn nie vergessen." MEHR ZUM THEMA:
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den verstorbenen FDP-Ehrenvorsitzenden als menschlich wie politisch herausragenden Liberalen gewürdigt. In der Wirtschaftspolitik habe er Deutschland lange Jahre hindurch ordnungspolitisch geprägt. Auch jenseits der Tagespolitik habe Lambsdorff in sensiblen Fragen wie der deutschen Entschädigung der Zwangsarbeiter des Zweiten Weltkrieges bleibende Maßstäbe gesetzt.
"Er war für viele in der FDP ein absolutes Vorbild", erklärte der Vizepräsident des Bundestags, Hermann Otto Solms, im Gespräch mit dem "Deutschlandradio Kultur ". "Er wird mir fehlen und uns fehlen als stetiger Mahner und Ratgeber gerade im Hinblick darauf, dass wir die Grundprinzipien einer liberalen Gesellschaftsordnung einhalten müssen. Das gilt nicht nur für die soziale Marktwirtschaft, das gilt auch für seinen Einsatz zur Verteidigung der Bürger- und Menschenrechte", sagte Solms.
Der frühere Bundesinnenminister Gerhart Baum (FDP) würdigte Graf Lambsdorff als „prägende Kraft“. Lambsdorff „war eine herausragende liberale Persönlichkeit“, aber auch ein „Freund der Kontroverse", sagte Baum im ARD-Morgenmagazin. "Er war geradlinig, offen und vertrat klare Ansichten. Man konnte sich hundertprozentig auf ihn verlassen", so Baum, der von 1978 bis 1982 mit Graf Lambsdorff Mitglied der sozial-liberalen Regierung war.
Der FDP-Ehrenvorsitzende und ehemalige Bundespräsident, Walter Scheel, erklärt, dass Deutschland und
die Liberalen einen ihrer Besten verloren haben. Mit Lambsdorff sei einer der engsten Weggefährten seines politischen Lebenslaufes verstorben. "Wir haben jahrzehntelang zusammengearbeitet und uns gegenseitig mit großem Respekt geachtet. Er hat die soziale Marktwirtschaft wie kein anderer fortentwickelt", so Scheel. Als einen der Höhepunkt in Lambsdorffs Karriere wertet Scheel dessen Aufgabe, die beiden liberalen Parteien aus Ost und West zu vereinen. "Wir alle und ich ganz besonders haben seine markanten Analysen bis zuletzt über die Maßen geschätzt. Ich trauere sehr und habe der Familie heute kondoliert. Ich werde ihn nie vergessen." MEHR ZUM THEMA:
Kölner Stadt-Anzeiger: Nachruf von Verleger Alfred Neven DuMont, Tief greifender Schmerz
Welt: Ein unverzagter Liberaler
Süddeutsche Zeitung: Der eiserne Graf
RP Online: Lambsdorff – der rheinische Preuße
Märkische Allgemeine: Abschied vom kantigen Grafen
Die Zeit: Ritter der liberalen Sache
Focus: Weit mehr als der „Marktgraf“
Hamburger Abendblatt: Der streitbare Marktgraf - respektiert über die Parteigrenzen




