Flach: Stipendiensystem Aufstiegsmotor für junge begabte Menschen
Für die Obfrau der FDP im Haushaltsausschuss, Ulrike Flach, ist Bildung und Forschung das Thema, das die Regierungskoalition an allererster Stelle verbindet. Daher habe man sich in „einer der friedlichsten Koalitionsrunden“ auch schnell darauf geeinigt, bis 2013 zwölf Milliarden Euro in Bildung und Forschung zu investieren. Nur so könne der soziale Fortschritt in Deutschland gewährleistet werden.
Mit dem Einstieg in ein Stipendiensystem, das die begabtesten zehn Prozent des deutschen Nachwuchses fördert, könnten zukünftig vier Mal so viele junge Menschen unterstützt werden. Hierdurch werde ein „Kernelement liberaler Bildungspolitik“ verwirklicht und ein „Aufstiegsmotor für junge begabte Menschen“ geschaffen, so Flach. Wer einerseits wie die Liberalen für Studiengebühren plädiere, sei andererseits verpflichtet, Stipendien auf den Weg zu bringen – mit Beteiligung der Wirtschaft. „Denn die wollen die Leute doch einstellen.“
Dass ausgerechnet SPD, Grüne und Linke gegen diese Förderungen seien, kann Flach nicht verstehen. In ihrer Heimat, der Universitätsregion Duisburg/Essen, habe jeder dritte geförderte Student einen Migrationshintergrund. Auch eine Erhöhung des Bafög, eine Verbesserung der Aufstiegsförderung und höhere Zuschüsse für Begabtenförderungswerke habe die Koalition vereinbart. An dieser Stelle könne ruhig einmal positiv über die Regierungsarbeit berichtet werden, so die Liberale.
Dennoch habe die schwarz-gelbe Regierung noch viel vor sich. Die steuerliche Förderung von Forschung und Entwicklung beispielsweise könne noch ein schwieriges Thema werden. „Wir haben uns große Aufgaben vorgenommen, aber ich glaube, dieses Land ist es wert, dass wir Bildung und Forschung wirklich zu dem machen, was wir in Sonntagsreden immer versprechen“, appellierte die Liberale zum Abschluss ihrer Rede.
Meinhardt: In Zeiten der Krise auf Fähigkeiten und Talente setzen
FDP-Bildungsexperte Patrick Meinhardt sagte, es sei eine „Kernbotschaft der Regierung der Mitte“, Deutschland in den nächsten vier Jahren „in der Bildung gerechter, in der Forschung dynamischer und in der Technologie stärker“ zu machen. Es sei die richtige Antwort in Zeiten der Krise, auf die Fähigkeiten und Talente der Menschen zu setzen. Dafür stehe dieses mutige Investitionsprogramm.
Neben Maßnahmen wie der Fortsetzung des Hochschulpaktes und der Exzellenzinitiative, plädierte Meinhardt auch für eine steuerliche Förderung von Forschung und Entwicklung. Insbesondere die Wettbewerbsnachteile kleinerer und mittlerer Unternehmen müssten ausgeglichen werden, „um als Technologieland durchzustarten“.
Doch auch Begriffe wie „Elite“ und „Leistung“ dürften in Deutschland nicht tabuisiert werden. Noch immer gebe es viel zu viele verborgene Talente. Daher müssten alle Anstrengungen unternommen werden, um Begabung und Hochbegabung zu fördern – unabhängig vom Geldbeutel der Eltern. Das am 1. Oktober in Kraft tretende nationale Stipendienprogramm sei der richtige Weg, verbunden mit einer Modernisierung des Bafög. Die Studierenden in Deutschland dürften nicht wieder sieben Jahre auf die nächste Erhöhung der Bafög-Sätze warten. Stattdessen sollte es nach Ansicht Meinhardts eine Selbstverpflichtung der Regierung geben, die Sätze alle zwei Jahre anzupassen.
„Unsere Antwort auf die Wirtschaftskrise lautet Bildung, Bildung, Bildung“, schloss Meinhardt seinen Beitrag zur Debatte.
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Für die Obfrau der FDP im Haushaltsausschuss, Ulrike Flach, ist Bildung und Forschung das Thema, das die Regierungskoalition an allererster Stelle verbindet. Daher habe man sich in „einer der friedlichsten Koalitionsrunden“ auch schnell darauf geeinigt, bis 2013 zwölf Milliarden Euro in Bildung und Forschung zu investieren. Nur so könne der soziale Fortschritt in Deutschland gewährleistet werden.
Mit dem Einstieg in ein Stipendiensystem, das die begabtesten zehn Prozent des deutschen Nachwuchses fördert, könnten zukünftig vier Mal so viele junge Menschen unterstützt werden. Hierdurch werde ein „Kernelement liberaler Bildungspolitik“ verwirklicht und ein „Aufstiegsmotor für junge begabte Menschen“ geschaffen, so Flach. Wer einerseits wie die Liberalen für Studiengebühren plädiere, sei andererseits verpflichtet, Stipendien auf den Weg zu bringen – mit Beteiligung der Wirtschaft. „Denn die wollen die Leute doch einstellen.“
Dass ausgerechnet SPD, Grüne und Linke gegen diese Förderungen seien, kann Flach nicht verstehen. In ihrer Heimat, der Universitätsregion Duisburg/Essen, habe jeder dritte geförderte Student einen Migrationshintergrund. Auch eine Erhöhung des Bafög, eine Verbesserung der Aufstiegsförderung und höhere Zuschüsse für Begabtenförderungswerke habe die Koalition vereinbart. An dieser Stelle könne ruhig einmal positiv über die Regierungsarbeit berichtet werden, so die Liberale.
Dennoch habe die schwarz-gelbe Regierung noch viel vor sich. Die steuerliche Förderung von Forschung und Entwicklung beispielsweise könne noch ein schwieriges Thema werden. „Wir haben uns große Aufgaben vorgenommen, aber ich glaube, dieses Land ist es wert, dass wir Bildung und Forschung wirklich zu dem machen, was wir in Sonntagsreden immer versprechen“, appellierte die Liberale zum Abschluss ihrer Rede.
Meinhardt: In Zeiten der Krise auf Fähigkeiten und Talente setzen
FDP-Bildungsexperte Patrick Meinhardt sagte, es sei eine „Kernbotschaft der Regierung der Mitte“, Deutschland in den nächsten vier Jahren „in der Bildung gerechter, in der Forschung dynamischer und in der Technologie stärker“ zu machen. Es sei die richtige Antwort in Zeiten der Krise, auf die Fähigkeiten und Talente der Menschen zu setzen. Dafür stehe dieses mutige Investitionsprogramm.
Neben Maßnahmen wie der Fortsetzung des Hochschulpaktes und der Exzellenzinitiative, plädierte Meinhardt auch für eine steuerliche Förderung von Forschung und Entwicklung. Insbesondere die Wettbewerbsnachteile kleinerer und mittlerer Unternehmen müssten ausgeglichen werden, „um als Technologieland durchzustarten“.
Doch auch Begriffe wie „Elite“ und „Leistung“ dürften in Deutschland nicht tabuisiert werden. Noch immer gebe es viel zu viele verborgene Talente. Daher müssten alle Anstrengungen unternommen werden, um Begabung und Hochbegabung zu fördern – unabhängig vom Geldbeutel der Eltern. Das am 1. Oktober in Kraft tretende nationale Stipendienprogramm sei der richtige Weg, verbunden mit einer Modernisierung des Bafög. Die Studierenden in Deutschland dürften nicht wieder sieben Jahre auf die nächste Erhöhung der Bafög-Sätze warten. Stattdessen sollte es nach Ansicht Meinhardts eine Selbstverpflichtung der Regierung geben, die Sätze alle zwei Jahre anzupassen.
„Unsere Antwort auf die Wirtschaftskrise lautet Bildung, Bildung, Bildung“, schloss Meinhardt seinen Beitrag zur Debatte.




