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    Verbraucherausschuss prüft Abzocke bei den Strompreisen

    Abzocke bei den Strompreisen?

    (04.08.2010) Eine aktuelle Studie wirft den deutschen Energiekonzernen Abzocke bei den Verbrauchern vor. Rund eine Milliarde Euro zu viel sollen sie jährlich in Rechnung stellen. Während die Strompreise für Industriekunden gesunken sind, müssen Privatkunden heute sieben Prozent mehr zahlen als noch 2008. Der Verbraucherausschuss im Bundestag will die Vorwürfe jetzt prüfen und gegebenenfalls Rückzahlungen fordern, kündigte der liberale Ausschussvorsitzende Hans-Michael Goldmann an.

„Wenn die Energieversorgungsunternehmen etwas gemacht haben, was nicht in Ordnung ist, und dazu Monopolstrukturen genutzt haben, muss es eine Rückerstattung an die Bürger geben, erklärte Goldmann in der „Hannoverschen Allgemeinen“. Er wirft den Stromerzeugern „mangelnde Transparenz in der Preisgestaltung“ vor und fordert sie auf, detailliert zu den Vorwürfen Stellung zu beziehen.

Hans-Michael Goldmann
Hans-Michael Goldmann
Von einem harten Wettbewerb auf dem Strommarkt, wie ihn die Erzeuger selbst anführen, könne keine Rede sein, so der Liberale. Noch immer wechseln pro Jahr nur etwa fünf Prozent der Verbraucher ihren Stromtarif. Sollte sich herausstellen, dass die Stromerzeuger diese Machtstellung genutzt haben, um überhöhte Preise zu berechnen, werde dies nicht ohne Konsequenzen bleiben, kündigte Goldmann an. Der Verbraucherausschuss wird sich im September mit der Strompreisentwicklung befassen.

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