Rund 20 Millionen Rentner in Deutschland kamen 2010 zum ersten Mal in den Genuss der Rentengarantie. Vorher wurden die Renten an die Lohnentwicklung angepasst. Das heißt sinkende Löhne hätten dieses Jahr auch sinkende Renten zur Folge gehabt.
Nach Angaben des "Spiegel" unter Berufung auf das Mannheimer Forschungsinstituts Ökonomie und Demographischer Wandel könnte die Rentenschutzklausel den Beitragszahlern bis 2015 rund zehn Milliarden Euro kosten. Ergebnis der Studie: „Die Rentengarantie birgt ein großes Schadenspotenzial“.
Sie destabilisiere „in der kurzen Frist das Rentensystem im Falle von konjunkturellen Schocks, indem sie einen Stabilisierungsmechanismus, nämlich denjenigen, dass die Rentenausgaben den Beitragseinnahmen folgen, außer Kraft setzt“, so die Studie.
Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) hält die Rentengarantie aus ordnungspolitischer Sicht für nicht vertretbar. Nach Ansicht Brüderles wird es "nicht dauerhaft funktionieren, die Rentenentwicklung von der Lohnentwicklung abzukoppeln, denn die Renten müssen zunächst erwirtschaftet werden."
FDP-Fraktionsvze Heinrich Kolb kommt zu dem Ergebnis: "In der Krise war die Rentengarantie ein stabilisierendes Element. In besseren Zeiten müsste sie wieder abgeschafft werden".





