Ob Kampfmittelbeseitigung oder gut gesicherte Sanitätsfahrzeuge - im Interview beklagt Hellmut Königshaus, dass gut geschützte Fahrzeuge, die bereits von Nationen wie Österreich oder den USA eingesetzt würden, wegen deutscher Zulassungsnormen in Afghanistan nicht zum Einsatz kämen. "Das ist nicht hinnehmbar." Es ginge schließlich nicht um die Frage, ob das Fahrzeug geeignet wäre, auf dem Kurfürstendamm spazieren zu fahren. "Es geht darum, einen Schutz gegen die realen Gefahren im Einsatz zu haben", betont der Wehrbeauftragte. "Wenn es Gefechte wie im Krieg gibt, dann müssen wir unsere Soldaten auch so ausstatten, dass sie ihren Auftrag erfüllen können."

Hellmut Königshaus Königshaus plädiert daher für die Regel: "Wenn die Schutzwirkung im Einsatz höher ist als das Verletzungsrisiko im Alltagsbetrieb, dann muss die Schutzwirkung Vorrang haben." Diese Entscheidung müsse man politisch verantworten.
Die Soldaten haben den Eindruck, dass sie vernachlässigt werden
Neben fehlenden Fahrzeugen und Munition beklagt Königshaus auch einen Mangel an "harmloseren Ausrüstungsgegenständen" wie Möbel, Feldbetten oder abwechslungsreicher Nahrung. "Das alles ist einfach ein Drama, und das demotiviert die Leute natürlich schon sehr. Sie sind in einer exponierten Situation – auch was die Sicherheitslage angeht – und haben den Eindruck, dass sie vernachlässigt werden", berichtet Königshaus. Das gleiche gelte für ihre Anerkennung in der Gesellschaft. Die Soldaten bedauerten, dass ihr persönlicher Einsatz, den sie und ihre Familien leisten, nicht hinreichend gewürdigt werde, so Königshaus. MEHR ZUM THEMA:

Hellmut Königshaus Königshaus plädiert daher für die Regel: "Wenn die Schutzwirkung im Einsatz höher ist als das Verletzungsrisiko im Alltagsbetrieb, dann muss die Schutzwirkung Vorrang haben." Diese Entscheidung müsse man politisch verantworten.
Die Soldaten haben den Eindruck, dass sie vernachlässigt werden
Neben fehlenden Fahrzeugen und Munition beklagt Königshaus auch einen Mangel an "harmloseren Ausrüstungsgegenständen" wie Möbel, Feldbetten oder abwechslungsreicher Nahrung. "Das alles ist einfach ein Drama, und das demotiviert die Leute natürlich schon sehr. Sie sind in einer exponierten Situation – auch was die Sicherheitslage angeht – und haben den Eindruck, dass sie vernachlässigt werden", berichtet Königshaus. Das gleiche gelte für ihre Anerkennung in der Gesellschaft. Die Soldaten bedauerten, dass ihr persönlicher Einsatz, den sie und ihre Familien leisten, nicht hinreichend gewürdigt werde, so Königshaus. MEHR ZUM THEMA:




