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    Architektur des UN-Sicherheitsrats den Realitäten anpassen

    Guido Westerwelle (04.05.2011) Unter Studierenden: An der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) diskutierte Außenminister Guido Westerwelle mit Interessierten über globales Regieren. Er betonte: „Kein Land kann für sich alleine die Herausforderungen unserer Zeit lösen“. Es gelte „Themen stärker zusammen zu denken“. Zur Erhaltung von Frieden und Sicherheit hält Westerwelle eine Reform der UN für unerlässlich. So müsse die Struktur des Sicherheitsrats die Weltverhältnisse von heute widerspiegeln.
Die UN sei das „Herzstück“ einer kooperativen Weltpolitik, sagte Westerwelle. Doch „die Architektur des Sicherheitsrats muss den Realitäten angepasst werden“. Derzeit sei Asien dort unterrepräsentiert, Afrika und Lateinamerika seien nicht dauerhaft vertreten, mahnte Westerwelle. Das entspreche nicht den aktuellen Kräfteverhältnissen der Länder. Ohne eine Reform der Vereinten Nationen gebe es, gerade in diesen Zeiten der Umbrüche, die Gefahr, dass sich andere Gremien in Konkurrenz zu den UN entwickelten, so Westerwelle.

„Mit dem wirtschaftlichen Aufstieg der Schwellenländer wie China, Indien oder Brasilien verschieben sich die Gewichte. Diese Länder erheben zurecht einen stärkeren Gestaltungsanspruch“, sagte Westerwelle über die Strukturen von internationalen Organisationen. „Wir möchten gemeinsam mit diesen neuen Gestaltungsmächten an einer Globalisierung zum allseitigen Vorteil arbeiten.“

Aufbruch in der arabischen Welt ist Verdienst der Zivilgesellschaft



„Gemeinsame Normen, Zusammenarbeit und Multilateralismus sind die besten Voraussetzungn für Frieden, Entwicklung, Sicherheit und Wohlstand“, betonte Westerwelle in seinem Vortrag zum Thema „Globalisierung gestalten – Global Governance umsetzen“. Mit Blick auf die Demokratisierungsbewegung in Nordafrika und Arabien erklärte er: „Wir erleben in diesen Tagen eine Globalisierung der Werte.“ Die Umbrüche zeigten, wie wichtig zivilgesellschaftliches Engagement sei. „Starke Zivilgesellschaften sind unerlässlich für Demokratie“, erklärte Westerwelle und betonte: Die junge Generation in der arabischen Welt wolle mehr Zukunftschancen durch mehr Freiheit. MEHR ZUM THEMA:

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