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    Westerwelle: Der Veränderungswillen der FDP passt nicht jedem

    Guido Westerwelle während seiner Südamerikareise (15.03.2010) Nach seiner Rückkehr aus Südamerika hat Außenminister Guido Westerwelle (FDP) die Zusammensetzung seiner Reisedelegation verteidigt. "In Deutschland werde ich für meine Wirtschaftsförderung kritisiert, in anderen Ländern würde ich dafür kritisiert, wenn ich es nicht täte", sagte er dem ''Handelsblatt''. Die FDP habe einen "starken Veränderungswillen". Dies passe offensichtlich nicht jedem, sei aber gleichwohl richtig, unterstrich der FDP-Chef.
Westerwelle machte deutlich, dass seine Delegation "nach einem eingespielten Verfahren" ausgewählt werde. "Das geht streng nach Expertise und fachlichen Überlegungen." Dies sei bei ihm nicht anders als bei seinem Vorgänger. "Allerdings lege ich großen Wert darauf, dass bei Delegationsreisen neben den großen Unternehmen auch der Mittelstand vertreten ist, denn auch die kleinen Firmen haben viele Chancen auf den Weltmärkten", sagte Westerwelle.

Die anhaltende Kritik an seiner Person sieht der Liberale gelassen. "Die FDP hat einen starken Veränderungswillen, weil wir Liberale besonders klar sehen, dass einige Dinge sonst vor die Wand fahren. Dieses Einfordern von Veränderungen wie bei der von mir angestoßenen Sozialstaatsdebatte gefällt nicht jedem und führt auch nicht bei jedem zu mehr Popularität, ist aber gleichwohl richtig."

Die außenwirtschaftliche Förderung hält Westerwelle für dringend erforderlich. Sich auf dem Titel des Exportweltmeisters auszuruhen, sei sehr "dumm". Betrachte man die "atemberaubende Entwicklung von Brasilien und Lateinamerika, wären wir schlecht beraten, dort nicht für uns zu werben und unsere Chancen zu nutzen". Länder wie Frankreich oder Großbritannien handelten genauso.

In der ''Welt am Sonntag'' zog Westerwelle eine positive Bilanz seiner Reise. Mehrere deutsche Unternehmen könnten bereits von "Vertragsanbahnungen" berichten. Mit Blick auf die Fußballweltmeisterschaft 2014 und die Olympischen Spiele 2016 in Brasilien sagte Westerwelle dem Land einen "enormen Boom" voraus. "Da sollte Deutschland mit boomen". Mit einem Deutschlandjahr 2013 in Brasilien wolle man die eigenen Chancen befördern. Dies sei auch von Präsident Lula da Silva "sehr positiv aufgenommen worden", berichtete Westerwelle. MEHR ZUM THEMA:

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