Am 6. August zerstörte die erste auf besiedeltem Gebiet eingesetzte Atombombe „Little Boy“ die Stadt Hiroshima. Nur drei Tage später ebnete eine weitere Atombombe die Hafenstadt Nagasaki ein und beendete damit den Pazifischen Krieg zwischen den USA und Japan. Bei den Explosionen starben über 200.000 Menschen, teils sofort, teils an Folgeschäden in den Jahren danach.
Westerwelle: Eine Mahnung für die Menschheit

Guido Westerwelle Das unfassbare Leid von Hiroshima und Nagasaki sei eine Mahnung für die Menschheit“, erklärte Westerwelle anlässlich des 65. Jahrestages. Er forderte daher, die Vision einer atomwaffenfreien Welt endlich Wirklichkeit werden zu lassen. Dafür habe US-Präsident Barack Obama in seiner Prager Rede einen klaren Weg vorgegeben.
Der Außenminister sieht in der Abrüstung von Atomwaffen und die immer weitere Reduzierung ihrer Rolle in Nuklearstrategien ein Gebot unserer Zeit. Dies sei eine Grundüberzeugung, die Deutschland und Japan verbindet. „Deshalb setzen wir uns auch künftig zusammen mit Japan und weiteren Partnern konsequent für Fortschritte bei der nuklearen Abrüstung ein“, unterstrich Westerwelle. Hierzu verwies er auf die Erfolge der Überprüfungskonferenz zum Nichtverbreitungsvertrag. Noch vor fünf Jahren gescheitert, haben sich im Mai 2010 alle Teilnehmer auf das Ziel geeinigt, auch die bisher nicht erfassten substrategischen Nuklearwaffen in den weiteren Abrüstungsprozess mit einzubeziehen.
Schnurr: Risiko der Aufrüstung besteht weiterhin
Der abrüstungspolitische Experte der FDP-Bundestagsfraktion, Christoph Schnurr, machte allerdings darauf aufmerksam, dass die Gefahren einer neuen nuklearer Aufrüstung damit noch längst nicht gebannt seien. „Das Risiko einer Welt mit mehr Kernwaffenstaaten und weniger internationaler Sicherheit besteht weiterhin.“ Darüber dürften auch erste, wichtige abrüstungspolitische Erfolge wie der neue START-Vertrag zwischen den USA und Russland nicht hinwegtäuschen.
„Deutschland muss aus diesem Grunde gemeinsam mit der internationalen Gemeinschaft das historische Momentum für mehr nukleare Abrüstung nutzen, das der amerikanische Präsident mit seiner Vision von der "globalen Null" geschaffen hat“, forderte Schnurr. Dafür habe die Bundesregierung mit ihrem Einsatz innerhalb der NATO für einen Abzug der letzten verbliebenen, taktischen Atomwaffen aus Deutschland bereits ein wichtiges Zeichen gesetzt. MEHR ZUM THEMA:
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Guido Westerwelle Das unfassbare Leid von Hiroshima und Nagasaki sei eine Mahnung für die Menschheit“, erklärte Westerwelle anlässlich des 65. Jahrestages. Er forderte daher, die Vision einer atomwaffenfreien Welt endlich Wirklichkeit werden zu lassen. Dafür habe US-Präsident Barack Obama in seiner Prager Rede einen klaren Weg vorgegeben.
Der Außenminister sieht in der Abrüstung von Atomwaffen und die immer weitere Reduzierung ihrer Rolle in Nuklearstrategien ein Gebot unserer Zeit. Dies sei eine Grundüberzeugung, die Deutschland und Japan verbindet. „Deshalb setzen wir uns auch künftig zusammen mit Japan und weiteren Partnern konsequent für Fortschritte bei der nuklearen Abrüstung ein“, unterstrich Westerwelle. Hierzu verwies er auf die Erfolge der Überprüfungskonferenz zum Nichtverbreitungsvertrag. Noch vor fünf Jahren gescheitert, haben sich im Mai 2010 alle Teilnehmer auf das Ziel geeinigt, auch die bisher nicht erfassten substrategischen Nuklearwaffen in den weiteren Abrüstungsprozess mit einzubeziehen.
Schnurr: Risiko der Aufrüstung besteht weiterhin
Der abrüstungspolitische Experte der FDP-Bundestagsfraktion, Christoph Schnurr, machte allerdings darauf aufmerksam, dass die Gefahren einer neuen nuklearer Aufrüstung damit noch längst nicht gebannt seien. „Das Risiko einer Welt mit mehr Kernwaffenstaaten und weniger internationaler Sicherheit besteht weiterhin.“ Darüber dürften auch erste, wichtige abrüstungspolitische Erfolge wie der neue START-Vertrag zwischen den USA und Russland nicht hinwegtäuschen.
„Deutschland muss aus diesem Grunde gemeinsam mit der internationalen Gemeinschaft das historische Momentum für mehr nukleare Abrüstung nutzen, das der amerikanische Präsident mit seiner Vision von der "globalen Null" geschaffen hat“, forderte Schnurr. Dafür habe die Bundesregierung mit ihrem Einsatz innerhalb der NATO für einen Abzug der letzten verbliebenen, taktischen Atomwaffen aus Deutschland bereits ein wichtiges Zeichen gesetzt. MEHR ZUM THEMA:




