Es ist vollbracht. Vier Wochen nach Beginn der Koalitionsverhandlungen haben die Vorsitzenden der CDU, CSU und FDP haben am Montagabend in Berlin gemeinsam mit den Fraktionsspitzen Volker Kauder, Peter Ramsauer und Birgit Homburger in der Landesvertretung NRW den Koalitionsvertrag besiegelt. An dem Ort an dem die Koalitionäre viele Tage bis in die Nacht hinein um die Richtung gerungen haben, die sie in den nächsten vier Jahren einschlagen wollen.
"Vielen unter Ihnen – auch mir – ist unser schönes, transparentes Haus hier in Berlin-Tiergarten in den letzten Wochen ja zur zweiten Heimat geworden", begrüßte FDP-Parteivize Andreas Pinkwart denn auch die Gäste in seiner Eigenschaft als stellvertretender Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen. Er zeigte sich überzeugt, dass mit dem Koalitionsvertrag "zweifellos die politischen Weichen für die nächsten vier Jahre gestellt" worden sind. Nun gelte es, Wahlkampf und Koalitionsverhandlungen auch gedanklich abzuschließen und sich den anstehenden Aufgaben "mit der gebotenen Ernsthaftigkeit, aber auch mit dem unverzichtbaren Optimismus zu stellen", wünschte er der neuen Regierung.
"Wir haben den Mut und die feste Absicht, als Koalition der Mitte Deutschland ein Stück nach vorne zu bringen, Deutschland durch Wachstum und Bildung zu einem Land des Zusammenhalts zu machen", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel. Union und FDP wollten sich ernsthaft, mit all ihrer Kraft und "all dem, was wir an unterschiedlichen Erfahrungen und Fähigkeiten zur Verfügung haben, für unser Land einsetzen".
Dies geschehe in einer schwierigen Zeit, in der die Weichen für Deutschland richtig gestellt werden müssten. Gemeinsam mit den Menschen werde die Koalition ihren Beitrag leisten, unser Land auf einen guten Weg zu führen. Die neuen Partner hätten lange dafür gearbeitet, ein solches Bündnis zu schmieden. "Das sollte uns auch an den Tagen tragen, an denen es einmal ein bisschen schwieriger wird".
FDP-Chef Guido Westerwelle machte deutlich, dass die Unterzeichnenden diese Koalition gewollt hätten. Sie sei getragen von gemeinsamen Werten und gemeineinsamen Zukunftsvorstellungen. Beim Koalitionsvertrag handle es sich um ein Kursbuch für die nächsten vier Jahre. Westerwelle dankte dem deutschen Volk für den Regierungsauftrag. Der designierte Außenminister bezeichnete die Regierungsverantwortung als Ehre. Die FDP freue sich über das Geschaffte und wisse, "welch harte Arbeit vor uns liegt. Wir kennen unsere Verantwortung."
Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer erklärte, er sei dankbar für den "Geist" und die "Art und Weise", in der die Koalitionsgespräche geführt worden seien. "Es waren anstrengende, bedeutsame und schöne Wochen". Union und FDP hätten eine gute Grundlage für die kommenden vier Jahre geschaffen. "Glück auf der schwarz-gelben Koalition!"
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