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    Westerwelle wehrt sich gegen Attacken auf seine Familie

    Guido Westerwelle

    (11.03.2010) Außenminister Guido Westerwelle (FDP) ist derzeit auf Südamerika-Reise. Was er da macht und welche Stationen er dabei besucht, ist offenbar nebensächlich. Die Opposition und Vertreter der Medien haben sich auf seine Begleitung eingeschossen. Sie kritisierten, Westerwelle würde private und dienstliche Angelegenheiten vermischen. Westerwelle selbst kritisiert die „persönlichen Attacken gegen mich und meine Familie“. Offensichtlich seien der Opposition die politischen Argumente ausgegangen.

Auch der Sprecher des Auswärtigen Amts, Andreas Peschke, will die Debatte auf eine sachliche Ebene zurückführen. Er bezeichnet die Vorwürfe und Unterstellungen gegen Westerwelle schlicht als „haltlos“.

Ralf Marohn, Mehrheitseigner der Firma „Far Eastern Fernost Beratungs- und Handels GmbH“ genieße seit vielen Jahren einen hervorragenden Ruf als China- und Asien – Experte, heißt es aus dem Ministerium. „Deswegen berät Herr Marohn unter anderem auch die Landesregierung von Rheinland-Pfalz und hat Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) und Landesminister auf Auslandsreisen begleitet.“ Die Mitreise beim Bundesminister des Auswärtigen erfolge „allein auf der Grundlage der fachlichen Expertise“.

Das Auswärtige Amt wies auch die Kritik daran zurück, dass Westerwelle von seinem Lebensgefährten Michael Mronz begleitet werde. Dieser besuche heute in Sao Paulo das soziale Projekt „Projeto Alavanca Brazil“, in Rio de Janeiro die soziale Projektorganisation „Kinderdorf Rio e.V.“. Mronz ist Vorstandsmitglied der Aktion „Ein Herz für Kinder“.

Der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion, Jörg van Essen, weist insbesondere die Kritik der SPD scharf zurück. Deren Behauptung Westerwelle gelinge es nicht, Staatgeschäfte und Privatangelegenheiten voneinander zu trennen, "zielt klar unter die Gürtellinie", sagte van Essen der "Rheinischen Post". Mit solchen Anwürfen verlasse die SPD den "demokratischen Diskurs" und leiste der Politikverdrossenheit "billig Vorschub".

FDP-Generalsekretär Christian Lindner bezeichnet die Vorwürfe von Linkspartei-Chefin Gesine Lötzsch gar als "Teil einer systematischen Diffamierungskampagne". Es sei ein "skandalöser Tiefpunkt, dass ausgerechnet die SED-Nachfolgepartei, deren Vorgängerin sich verbrecherisch am Staatsvermögen der DDR bereichert hat, den haltlosen Vorwurf der Korruption erhebt". Es sollte demokratischer Konsens sein, diesem Rufmord Einhalt zu gebieten", so Lindner.

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