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    Westerwelle reist zur Münchner Sicherheitskonferenz

    Guido Westerwelle

    (05.02.2010) Die Münchner Sicherheitskonferenz dürfte in diesem Jahr brisant wie selten werden. Wie die "Süddeutsche Zeitung" am Freitag meldet, hat der Iran einen Atomsprengkopf hergestellt. In München heißt es, auch Irans Außenminister Manouchehr Mottaki werde zu Gast sein. Im "Deutschlandfunk" forderte Außenminister Guido Westerwelle (FDP) den Iran im Atomstreit zu "völliger Transparenz" auf.

Es sind außergewöhnliche Nachrichten, welche die Debatte vor der Münchner Sicherheitskonferenz beherrschen. Offensichtlich ist der Iran, mit Hilfe eines russischen Wissenschaftlers, in den Besitz eines Atomsprengkopfs gekommen. Das geht aus Papieren der Internationalen Atomenergiebehörde hervor, welche der ''Süddeutschen Zeitung'' vorliegen.

Unter dem Motto "No more excuses - Keine Ausreden mehr!" lädt Veranstalter Botschafter Wolfgang Ischinger über 300 hochrangige internationale Teilnehmer zum wichtigsten alljährlichen globalen Forum der Außen- und Sicherheitspolitik nach München. Auch Außenminister Guido Westerwelle und der Parlamentarische Staatssekretär Werner Hoyer (FDP) werden an der Münchner Sicherheitskonferenz teilnehmen.

Westerwelle warnte im Vorfeld vor den Gefahren einer atomaren Aufrüstung des Iran. Wenn es dem Iran gelinge, Atomwaffen zu bauen, sei dies nicht nur eine Bedrohung für die Länder in der Region, sagte Westerwelle dem "Deutschlandfunk". Ein atomar bewaffneter Iran wäre vielmehr für die gesamte Weltgemeinschaft ein Problem, "denn daraus wird ein atomarer Rüstungswettlauf".

Am Morgen trifft Westerwelle mit dem Außenminister der Russischen Föderation, Sergej Lawrow, zusammen. Im Mittelpunkt des Gesprächs stehen die Entwicklung der bilateralen Beziehungen sowie Fragen der internationalen Zusammenarbeit.

Westerwelle und die Elder Statesmen Bereits am Mittwoch hat der Außenminister an einem Gespräch mit den so genannten "Abrüstungsweisen" teilgenommen. Das sind Staatsmänner wie Henry Kissinger und Hans-Dietrich Genscher, die sich für die Abschaffung von nuklearen Waffen einsetzen.

Die Gesprächspartner stimmten dabei überein, dass sich die Bedeutung von Kernwaffen angesichts einer veränderterten internationalen Bedrohungslage gewandelt habe. Jetzt gehe es darum, konkrete Abrüstungsschritte - wie ein Start-Nachfolgeabkommen durch die USA und Russland - einzuleiten, um sich der Vision einer atomwaffenfreien Welt zu nähern.

Außenminister Westerwelle strebt in diesem Zusammenhang in enger Abstimmung mit den Verbündeten und Partnern den Abzug der verbliebenen Atomwaffen aus Deutschland an. MEHR ZUM THEMA: